Toggle menu

Metal Hammer

Search

Schwarzer Engel In brennenden Himmeln

Dark Metal, Massacre/Soulfood 13 Songs / VÖ: 26.7.

2.0/ 7
teilen
mailen
teilen
von
Foto: METAL HAMMER

Laut dem Label-Info haben wir es bei Schwarzer Engel mit einer Mischung aus Rammstein, Amon Amarth, In Flames und Dimmu Borgir zu tun. Und damit hätten wir das Problem auch schon mal eingegrenzt: Schwarzer Engel werden einen Teufel tun und einfach ihr eigenes Ding durchziehen – falls das überhaupt auch nur in Grundzügen existiert –, oh nein! Stattdessen setzen sie auch beim dritten Album auf die Masche, sich das vermeintlich Beste bei einigen zugkräftigen Bands abzugucken.

Nicht nur, dass das nicht klappt, nein: Es geht geradezu grandios in die Hose. Mit einer schon beängstigenden Verbissenheit und ohne auch nur einen Funken Selbstironie, der bei dieser Image-Reiterei wirklich angebracht wäre, mühen sich Schwarzer Engel ab, jetzt doch auch endlich mal ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Dabei wirken sie ähnlich übereifrig und unfreiwillig komisch wie die graue Maus, die meint, mit Push-up und einem halben Schmink-Set im Gesicht auf Männerfang gehen zu müssen. Man erahnt die Intention, aber kann sich des Fremdschämens nicht erwehren…

So überzeugt das pseudomartialische ‘Der Untergang’ genauso wenig wie die Santiano-Bewerbung ‘Der Fährmann’ oder die auf Epik getrimmte „The beauty and the beast“-Nummer ‘Schwarze Sonne’ mit weiblichem Gastgesang. Dazu kommen auch immer mal wieder Electro-Klänge. Ohnehin ist anzunehmen, dass Schwarzer Engel mit diesem Namen, Image, Artwork, den Song-Titeln, Texten und vor allem eben dem musikalischen Output beim EBM-/Wave-Publikum noch eher ein wenig mitleidige Sympathie abräumen könnten – aber sie wollen scheinbar unbedingt in Metal-Kreise vorstoßen. Doch ein Gitarrensolo in ‘Auf in den Kampf’ macht noch keinen Metal, genauso wenig wie Pseudo-Schlachtenlyrik oder aufgesetztes martialisches Gebaren. Irgendwie ist mir jetzt ein wenig schlecht…


ÄHNLICHE KRITIKEN

Mobile Suit Gundam Extreme Vs. Maxiboost On (+ Verlosung)

Wir haben uns in das heimische Cockpit gesetzt und die Missionen und Online-Gefechte von "Mobile Suit Gundam Extreme Vs. Maxiboost...

Star Trek: Picard :: Science-Fiction

Terminator: Resistance (PS4, Xbox One, PC)

Spiele, die auf Filmlizenzen basieren, haben es in der Regel nicht leicht und sind oftmals nur lieblos zusammengeschustert worden. „Terminator:...


ÄHNLICHE ARTIKEL

Zum 35. Geburtstag von MASTER OF PUPPETS: Die Original-Rezi von 1986

MASTER OF PUPPETS von Metallica wurde am 03.03.1986 veröffentlicht. Zum runden Geburtstag kramen wir das Review aus dem METAL HAMMER 03/1986 raus.

„DOOM Eternal“ im Test: Einmal alles mit allem, bitte!

Der DOOM-Slayer ist zurück und muss die Erde von Dämonen und anderen Ausgeburten der Hölle befreien. Dass das jede Menge Spaß macht, beweist unser Test.

„Terminator: Resistance“ im Test: Widerstand ist zwecklos

Spiele, die auf Filmlizenzen basieren, haben es in der Regel nicht leicht und sind oftmals nur lieblos zusammengeschustert worden. „Terminator: Resistance“ ist da leider keine Ausnahme.

teilen
mailen
teilen
Genreguide: Diese Death Metal-Alben solltet ihr kennen

Death Metal entstand Mitte der Achtziger. Bands wie Venom, Celtic Frost, Slayer und Kreator werden häufig als Vorreiter genannt, während Morbid Angel, Obituary, Deicide und Cannibal Corpse zu den Pionieren des Genres zählen. Ende der Achtziger nahm der Death Metal an Fahrt auf, um auf Labels wie Combat, Earache und Roadrunner Anfang der 90er seinem Höhepunkt entgegen zu streben. Kein Wunder also, dass viele der Alben aus unserer Basisbibliothek aus jener Zeit stammen. Aber die Entwicklung endete nicht 1991/1992 und Death Metal-Bands verfolgen seit den Anfängen verschiedene Ansätze, von progressiv über melodisch bis hin zu neuen Extremen. Death Metal wurde…
Weiterlesen
Zur Startseite