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Long Distance Calling AVOID THE LIGHT Review

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Doping im Sport ist momentan ein heiß diskutiertes Thema. Bei der Gelegenheit sollte die Musikszene vielleicht auch kontrolliert werden, denn die Leistungssteigerung von Long Distance Calling ist geradezu verdächtig. Spielten sie mit ihrem Debütalbum SATELLITE BAY noch im oberen Mittelfeld der zweiten Postrock-Liga, gelingt ihnen mit dem Nachfolger AVOID THE LIGHT der Einzug in die Champions League.

Und das in beeindruckender Manier, denn das Gemeinschafts-Team aus Münster, Dortmund und Mannheim konnte sich in jeder Beziehung steigern. Die Songs sind griffiger, kompakter und abwechslungsreicher geworden, bleiben jedoch im Gegensatz zum Debüt trotz Überlänge sofort hängen und bieten Inspiration für großes Kopfkino. Und trotz des konstant hohen Niveaus gibt es einen Song, der deutlich herausragt: “The Nearing Grave” mit Jonas Renkse (Katatonia) am Mikrofon – dieser Song wäre auf jedem Katatonia-Album das beste Stück gewesen (und damit sei nicht gesagt, dass diese schlecht wären).

Entweder sind Long Distance Calling der Jan Ullrich der Postrock-Szene, oder ein heißer Anwärter auf das nächste große Ding. Hier fehlt jedenfalls nicht viel zur Höchstnote!

Wolfgang Kuhn


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