Das komplette Gear-Special mit Long Distance Calling findet ihr in der METAL HAMMER-Maiausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!
Eine goldene Regel der zeitgenössischen Musik lautet: „It’s the singer, not the song“, was so viel bedeutet wie: Allein der Sänger entscheidet, ob ein Lied beim Hörer echte Emotionen auslöst. Die Komposition und ihre instrumentale Begleitung spielen demnach eine untergeordnete Rolle. Natürlich gibt es Ausnahmen, vor allem im Bereich von Klassik, Meditationsmusik oder auch bei Soundtracks. Aber in Rock, Pop, Metal, Punk und angrenzenden Genres hat der Frontmann einer Band die zentrale Position – hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Für die Münsteraner Post Rock-Formation Long Distance Calling ist dieses Faktum ein ständig wiederkehrendes Thema, denn ihre Musik erzählt Geschichten auf rein instrumentaler Basis.
Das gilt – mit Ausnahme einer kurzen „Sängerphase“ zwischen 2012 und 2016 – seit nunmehr zwanzig Jahren, und somit auch für ihr neuestes Werk, das eindringliche Epos THE PHANTOM VOID. Die sieben Songs des Albums mit ihren bildmalerischen Sounds und komplexen Arrangements tauchen thematisch in eine bisweilen unheilvolle Welt zwischen Traum und Wirklichkeit ein – manchmal beklemmend, an anderen Stellen düster und bedrohlich, und in diesen Momenten sogar bemerkenswert dissonant.
Logische Weiterentwicklung
Die harsche, mitunter recht ruppige Mischung aus Post Rock, Prog Metal und vereinzelten Industrial-Klängen auf THE PHANTOM VOID überrascht insofern, weil Long Distance Calling eine vierjährige Erholungspause hinter sich haben und man daher ein ruhigeres, thematisch harmonischeres Album hätte erwarten können. Ein Irrtum, den ihr Gitarrist David Jordan erläutert: „Einerseits ist das neue Album die logische Weiterentwicklung unserer vorherigen Scheiben, insbesondere zum Vorgänger ERASER. Andererseits haben wir uns zu Beginn des Songwritings auf das Thema ,Traum‘ in psychologischer Hinsicht geeinigt, was zu unserer Überraschung eher zu inneren Konflikten führte als einem ,Alles cool in mir‘-Gefühl. Das wiederum hat natürlich die Musik stark beeinflusst.“
Tool als Blaupause
Außerdem erwies sich für Jordan die aktuelle Tool-Scheibe FEAR INOCULUM (2019) als besonders einflussnehmende Inspirationsquelle. Er sagt: „Ich finde, FEAR INOCULUM besitzt zwar keine so große künstlerische Dichte wie zum Beispiel ÆNIMA, aber allein der Sound der Scheibe ist für mich eine absolute Referenz. Ansonsten habe ich in letzter Zeit eine Menge Fleetwood Mac und The Chemical Brothers gehört, um noch mehr über Songwriting zu lernen.“
Welchen musikalischen Spagat Long Distance Calling ganz genau im Auge behalten müssen und welches Equipment die Band-Mitglieder nutzen, lest ihr in der METAL HAMMER-Maiausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!
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