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Dreamland EXIT Review

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Die schwedische Antwort auf Dokken legt sich auf dem dritten Scheibchen und nach massiven Umbesetzungen mächtig ins Zeug: Klar, ein Meisterwerk wie den Vorgänger EYE FOR AN EYE zu überbieten, ist schwer. Um nicht zu sagen: fast unmöglich. Das beweist EXIT 49, denn diese Veröffentlichung tut sich schwer, mit dem Zweitling zu konkurrieren. Das mag vielleicht daran liegen, dass Dreamland die dominanten Hammerfall-Anleihen der ersten beiden Scheiben – die Band wurde bekanntlich von Hammerfall-Fronter Joacim Cans entdeckt und produktionstechnisch betreut – stark zurückgefahren haben.

Das spricht für das Bemühen um ein eigenständiges Profil, erfüllt aber nicht unbedingt die Erwartungshaltungen. Zudem wird vorsichtig mit neuen Gestaltungsmitteln experimentiert: Die Ballade ‘Song For You’ erinnert stark an unverbindlich-radiotauglichen US-Rock der Marke Mr. Big, das Rausschmeißer-Instrumental ‘Time To Exhale’ besitzt eine in den Siebzigern verbriefte psychedelische Note – und zum Schluss hin tauchen in den Refrains immer mal wieder düstere Death-Shoutings auf (‘Exit 49’, ‘Nordic Rage’, ‘Shortest Straw’).

Das sind jedoch nur Details, denn auf der anderen Seite faszinieren die Schweden wie gehabt mit den Rock-Nerv treffenden Melodic Metal-Geschossen wie dem Eröffnungs-Headbanger ‘A Touch Of Evil’, der sich anschließenden Hymne ‘Set The Heavens On Fire’, dem Doublebass-Reißer ‘The Curse’ und vor allem dem Hammer-Song ‘So Week, So Feeble’. Die Schnulze ‘Worlds Apart’ hätten sich die Jungs allerdings getrost in die Kimme klemmen können.

Andreas Schöwe

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der November-Ausgabe des METAL HAMMER.


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