Einst als Horror-Punk-Band gestartet, haben es sich die Hamburger Johnny Deathshadow mittlerweile im modernen Rockbereich mit deutlicher Elektro-Orientierung bequem gemacht.
Schon auf der EP (2013) deutete sich dieser Stilwechsel an, der nun auf dem offiziellen Debüt BLEED WITH ME konsequent fortgeführt wird. Das flotte Riffing entstammt überwiegend dem Industrial-Bereich (u.a. Rammstein, White Rombie), dazu gesellen sich Stampfrhythmen und auto-matisierte Elemente, die Krupps-Fans gefallen sollten. Auch eine gewisse Popneigung (trotz gelegent-licher Growls) ist Johnny Deathshadow nicht abzusprechen.
Elektro-bands (oder von diesen beeinflusste Sänger) haben ja so die Eigenart, am Mikro ein bisschen unterkühlt zu klingen. Das funktioniert gut, wenn die Instrumentierung steril ist – aber Johnny Deathshadow sind letztlich eben doch eine Rockband, bei der die Gitarren richtig schön angefettet dröhnen.
Frontmann Jonathan Schneider könnte hier zukünftig etwas intensiver am Rockprofil feilen, um seiner Band einen höheren Gerad an Emotionalität und Energie zu verleihen. Als Startpunkt ist BLEED WITH ME aber durchaus ansprechend und macht Lust auf mehr.
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