Abbath: Nordisches Feuerwerk

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Den kompletten Bericht aus dem Studio von Abbath findet ihr in der aktuellen METAL HAMMER-Maiausgabe.

Vor drei Jahren legte ABBATH sein Debütalbum unter eigenem Namen vor, nachdem er Immortal zuvor endgültig aufgegeben hatte. Im Juli steht nun der Nachfolger OUTSTRIDER an – ein guter Grund, um die norwegische Ikone im heimatlichen Bergen exklusiv zu besuchen und seinen neuen Songs zu lauschen.

Die Hörprobe: OUTSTRIDER

VÖ: 5. Juli

Calm In Ire (Of Hurricane)

Der Wind heult wölfisch, Regen klatscht. Einsam trägt eine Gitarre die Melodie herein, bis plötzlich alle Instrumente dazustoßen. Auch Abbath erinnert krächzend an Immortal, bis ein episches, aber dissonantes Solo in den Hit reingrätscht.

Bridge Of Spasms

Es wird unter Volldampf mit einer räudigen Punk-Attitüde gebrettert. Im Refrain geht der Fuß vom Gas und klassisches Metal-Feeling macht sich breit. Abbath keift und lässt seine Stimme langgezogen wummern. Kurz und knackig.

The Artifex

Das Schlagzeug leitet ein, dann wird gerattert. Thrash hat seine Finger im Spiel. Erst grüßen Slayer, dann folgt eine Venom-Phrase, und laut Abbath steckt auch eine Hommage an Ozzy in diesem an Breaks reichen Song.

Harvest Pyre

Abbaths Wahl für ein Video vereint starken Vorwärtsdrang mit dem klassischen Gitarrenstil des Norwegers sowie sattem Groove. Stimmlich gibt es epische Rabenkehle, und zwischendrin singt auch wieder die Lead-Gitarre.

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Land Of Khem

Nach anfänglichem Sprint gerät das Tempo ins Schwanken. Auch in anderer Hinsicht bietet die nervöse Nummer ein ruheloses Kontrastprogramm. Sowohl die Gitarren als auch der Gesang ertönen mal sauber, und dann wieder angeschrägt.

Outstrider

Eingerahmt von einer halbakustischen Gitarre perlen die Melodien zu typischem Abbath-Riffing. Das Titelstück ist mit über fünf Minuten der längste Song des Albums und als atmosphärisches Epos mit Krähengesang ein klarer Volltreffer.

„Abbath bringt: den Schrei.“

Scythewinder

Dieser wilden Raserei verfällt auch Ole Andre Farstads omnipräsente Sologitarre. Unter dem Tosen versteckt sich klassischer Metal, den ein gebremstes Zwischenspiel in der zweiten Hälfte offenbart. Abbath bringt: den Schrei.

Hecate

Der Bass verneigt sich anfangs vor Venoms Gräfin Bathory, dann peitschen die Gitarren, als wären Exciter auf Speed. Ein ruhiger Moment verweist auf Immortal, wirkt aber komplexer, und das Solo setzt auf Kontrast.

Pace ’Till Death (Bathory-Cover)

Dieses Tribut an Bathory hält sich eng am ebenso furiosen wie ruppigen Original, womit es sich als Offenbarung von Abbaths Wurzeln verstehen lässt.

Fazit: Abbaths zweiter Streich nach seinem Abgang von Immortal wirkt im ersten Eindruck kompakter und zielstrebiger als der Vorgänger. Die Einflüsse des Norwegers scheinen ebenso wie seine musikalische Vergangenheit mal mehr und mal weniger offenkundig durch. Aus Bathory, Venom, Motörhead, Kiss und vielen weiteren Zutaten braut sich Abbath seinen eigenen Sound. Daumen hoch.

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Den kompletten Bericht aus dem Studio von Abbath findet ihr in der aktuellen METAL HAMMER-Maiausgabe.

(c) Gunnar Sauermann
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