Agathodaimon: Gel(i)ebte Sünde

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Das komplette Interview mit Agathodaimon findet ihr in der METAL HAMMER-Aprilausgabe 2022, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

THE SEVEN ist nicht nur das siebte Studioalbum des Quintetts, sondern nimmt gleichsam die sieben Todsünden als thematischen Aufhänger. Gier, Wollust, Hochmut, Zorn, Neid, Völlerei und Trägheit – vom christlichen Standpunkt aus betrachtet absoluter Frevel. Nun wollen Martin „Sathonys“ Wickler und Co. keineswegs Abbitte leisten oder gar Buße tun, im Gegenteil: Die Sündhaftigkeit wird zelebriert; religiöse Ansichten werden infrage gestellt und kritisiert. Gewiss wurde jenes Material schon häufiger aufgegriffen – dessen sind sich auch Agathodaimon bewusst. Umso wichtiger ist die eigene Auslegung. „Alles begann mit der Zahl 7, welche an sich schon sehr symbolträchtig ist, aber auch für uns einen besonderen Stellenwert hat.

Die Todsünden waren ein naheliegender Gedanke, welchen wir jedoch zunächst verworfen hatten – eben weil dieses Thema schon so oft verarbeitet wurde. Also haben wir einfach angefangen und geschaut, wohin uns die Reise führt“, beschreibt Martin den Schaffensprozess, und geht noch etwas mehr in die Tiefe: „Wir haben uns näher mit dem Themenkomplex beschäftigt und festgestellt, dass es viel Interpretationsspielraum gibt. So kann Völlerei beispielsweise für Suchtverhalten und Überkonsum stehen.“ Das Spiel mit der Sünde begann schon früher. Den Anstoß gab ‘Favourite Sin’ vom letzten Album IN DARKNESS (2013), zu welchem der Gitarrist und Sänger eine besondere Verbindung hat.

„Mehr Wahnsinn“

Verbindungen waren es auch, die einen großen Einfluss auf die Entstehung von THE SEVEN hatten: „Wir haben nicht nur für das Cover, sondern auch jeden einzelnen Song ein Artwork entwickeln lassen, in welchen die jeweilige Sünde noch einmal dargestellt wird. Dafür haben wir mit dem portugiesischen Künstlerpaar Credo quia Absurdum zusammengearbeitet. Dies lief parallel zum Songwriting und hat sich irgendwie gegenseitig befruchtet.“ Nebst gesanglicher Unterstützung von Benighted-Frontmann Julien Truchan, welcher in ‘Kyrie / Gloria’ für „mehr Wahnsinn und stimmliche Extravaganz“ sorgen soll, sind auch Stimmen – vielmehr eine Stimme – aus der Vergangenheit zu hören. Der ehemalige (bis 1999) Sänger und Keyboarder Andrei „Vlad Dracul“ Rusu hat ebenfalls einen Beitrag zu THE SEVEN geleistet.

Zum einen hat der Rumäne an ‘Mother Of All Gods’ mitgeschrieben und -gesungen, zum anderen stammt der (25 Jahre alte) Originaltext von ‘Estrangement’ aus dessen Feder. Darauf angesprochen, gerät Sathonys ein klein wenig ins Schwärmen: „Auch wenn er in Rumänien lebt, sind Vlad und ich über die Jahre immer in Kontakt geblieben. Ich schätze seinen Input sehr, und nach über zwanzig Jahren wieder zusammenzuarbeiten, war toll.“ Schön, wenn eine Freundschaft solch eine lange Zeit überdauert. Umso mehr, da sich über die Jahre vieles ändern kann.

Hintergrunde zur Auszeit und warum sie auch etwas Positives innehate, lest ihr im kompletten Agathodaimon-Interview in  der METAL HAMMER-Aprilausgabe 2022.

***

Keine METAL HAMMER-Ausgabe verpassen, aber nicht zum Kiosk müssen: 3 Hefte zum Sonderpreis im Spezial-Abo für nur 9,95 €: www.metal-hammer.de/spezialabo

Ladet euch die aktuelle Ausgabe ganz einfach als PDF herunter: www.metal-hammer.de/epaper

Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung

***

teilen
twittern
mailen
teilen
In Flames: „Man muss die Musik lieben, die man spielt“

Knapp zwei Jahrzehnte nach der Abkehr vom klassischen Melodic Death Metal-Sound hallt die Kritik gegenüber In Flames und ihrer teils genreübergreifender Musik, die unterdessen eher dem Alternative Metal zuzuordnen ist, noch immer deutlich nach. So ziemlich jede Veröffentlichung scheint erneute Wutausbrüche von Hobby-Kritikerinnen und -Kritikern im Internet zu befeuern. Der Tenor bleibt unverändert: „Die sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.“ Tadel, die In Flames zwar nicht ernst nehmen, aber dennoch kommentieren wollen. FOREGONE Dass musikalische Experimente zur Band-Entwicklung beitragen und durchaus helfen können, technisch versierter zu arbeiten, erklärte nun In Flames-Gitarrist Björn Gelotte gegenüber Ola Englund von…
Weiterlesen
Zur Startseite