Kritik zu Agathodaimon In Darkness

Agathodaimon In Darkness

Black Metal, Massacre/Soulfood 8 Songs / VÖ: 28.6.

5.0/ 7
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Hand nach oben, wer dieser Band noch mal einen großen Wurf zugetraut hätte. Nicht falsch verstehen: Viele Werke der Mainzer Melodic Black Metal-Urgesteine wissen mehr als nur zu gefallen, das Debüt BLACKEN THE ANGEL ist sogar ein kleiner Meilenstein des Genres. Aber so richtig konnten Agathodaimon in letzter Zeit nicht mehr punkten, die vorherige Scheibe liegt zudem vier Jahre zurück. Mit IN DARKNESS könnte das alles wieder anders werden.

Das sechste Studioalbum wirkt frisch, unverbraucht und angriffslustig, setzt vehement auf gotischen Black Metal und schüttelt sich manche Melodie aus dem dunklen Ärmel, die Kinnladen klappen und Haare fliegen lassen dürfte. „In darkness we shall be reborn“, wird im Opener gesungen – die programmatische Ansage für ein Album, das gehörig seine Muskeln spielen lässt.

Das Titelstück ist eine opulente Kampfansage zwischen schäumender Raserei und hymnischem Klargesang, ‘I’ve Risen’ ein zwar Dimmu Borgir-lastiger, aber nichtsdestoweniger überzeugender Midtempo-Brecher, und ‘Adio’ eine Dark Metal-Hymne mit einer schon jetzt unsterblichen Lead-Melodie im Mittelteil. Den deutschen Track ‘Höllenfahrt der Selbsterkenntnis’ hätte man sich vielleicht sparen können, dafür graben die Mainzer mit ‘Dusk Of An Infinite Shade’ einen ihrer ganz alten Songs erneut aus und verpassen ihm eine fauchende Generalüberholung, die klingt, als hätte man FOR ALL TID in die Moderne transportiert.


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