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Amerikanisches „Herd Immunity Fest“ in der Kritik

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Die Infektionszahlen steigen gerade wieder in den USA. Da kommt ein Festival, das auf den Namen „Herd Immunity Fest“ hört, vielleicht etwas unpassend daher. Freundlich ausgedrückt. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass das Open Air, das von 16. bis 18. Juli in Ringle in Wisconsin stattfinden soll, reichlich Kritik geerntet hat. Auf dem Line-up stehen Bands wie Static-X, Nonpoint, Dope und Bobaflex.

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Am vernehmlichsten schallte die Wortmeldung von Powerman 5000-Frontmann Spider One durchs Internet. Er redete den dort angekündigten Bands eindringlich ins Gewissen: „Ein Haufen Gruppen, die ich für Kollegen halte, und ein paar Freunde beteiligen sich an einer Show namens ‚Herd Immunity Fest‘. Was durch den Titel darauf hinaus läuft, seinen Fans zu sagen: ‚Kommt uns spielen zu sehen, und wir hoffen, ihr werdet krank.‘ Was zur Hölle?“

Wenig Feingefühl

Das Q&Z Expo Center in Wisconsin, das das „Herd Immunity Fest“ ausrichtet, hat von der Kritik natürlich ebenfalls Wind bekommen und mit einer Anpassung sowie einem Statement reagiert. Einerseits trage das Event nicht mehr seinen streitbaren Namen. Andererseits handele es sich ja um eine Veranstaltung unter freiem Himmel. „Auf dem Areal ist Platz für bis zu 10.000 Leute. […] Wir verkaufen aber nur 20 Prozent davon, also hat jeder die Wahl und Möglichkeit zur sozialen Distanz.“

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Das schreibt sich im Vorfeld natürlich sehr leicht und liest sich gut. Ob die Zuschauer in der Praxis den gebotenen Abstand auch wirklich einhalten, darf stark bezweifelt werden. Genauso wie, ob das Festival überhaupt stattfinden darf. Denn wie anfangs erwähnt sprechen die hohen Infektionszahlen eigentlich gegen so eine Großveranstaltung.

https://twitter.com/nonpoint/status/1275802158793973760

Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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