Amon Amarth-Tourstory: Die Schwedeninvasion

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Die komplette Tourstory von Amon Amarth, Hypocrisy und Arch Enemy findet ihr in der aktuellen METAL HAMMER-Januarausgabe. Ihr bekommt METAL HAMMER 01/2020 am Kiosk oder indem ihr das Heft per Mail bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

Nachdem Amon Amarth im September und Oktober in Nordamerika einfielen, nehmen die Wikinger im November und Dezember ihren Heimatkontinent in Angriff und starten mit Arch Enemy und Hypocrisy eine furiose schwedische Invasion. METAL HAMMER schloss sich für drei Konzerte dem Tross an.

16. November, MHPArena Ludwigsburg: Ja, ist denn heut’ schon Weihnachten?

Ludwigsburg begrüßt die Reisegruppe mit trübem Grau. Wirkte am Vortag das leere Zenith groß, ist die MHPArena mit ihren tribünenartigen Rängen noch beeindruckender – ein echter Hexenkessel wird hier vor über 6.000 Fans entstehen. Doch Tag für Tag muss zuerst die Crew schuften, Runen wie Hörnerhelm zusammensetzen und nachts wieder auseinandernehmen – je größer die Show, desto größer der Aufwand. Amon Amarth erproben sich währenddessen in den Backstage-Räumlichkeiten („Vikings welcome!“) an einem Fitness-Gerät. Olavi Mikkonen genießt eine „Hypervolt“-Massage, die auf den Körper eintrommelt und Muskeln lockern soll.

Obwohl Sehenswürdigkeiten wie das Schloss nur einen Spaziergang entfernt liegen, hat niemand besondere Lust, die Halle zu verlassen: Hegg ist mit Interviews beschäftigt, Söderberg hängt herum und bezeichnet das Zähneputzen als bisheriges Highlight. Wallgren kommt mit einer Avocado aus dem Catering-Raum – gute Ernährung und Sport gehören bei Bands dieser Größe zur Pflicht. Einzig Ted Lundström wagt mit Merch-Chef David Gregori einen Ausflug in eine nahe Bierhalle. „Ich braue daheim mit meinem Bruder eigenes Bier“, feixt der Bassist. „Leider komme ich viel zu selten dazu…“

Demnächst mit Rentier-Wettbewerb?

Stimmungsvoller ist es bei Hypocrisy: Tägtgren war shoppen und hat den Nightliner weihnachtlich dekoriert, alles blinkt, blitzt und leuchtet. „Das reicht längst nicht!“, lacht der Gute. „Da geht noch was, schließlich ist erst November!“ Den Vorschlag seiner Merch-Verkäuferin, nach Vorbild amerikanischer Nachbarschaften einen Rentier-Wettbewerb mit den anderen Bussen zu starten, findet er gar nicht mal so schlecht… Dann ist auch schon wieder Meet & Greet-Zeit: 60 Fans kommen heute in den Genuss, Amon Amarth vor der Show aus der Nähe zu sehen.

Kurz darauf fällt der Startschuss: Während Hypocrisy ihren Gig abreißen, füllt sich die Arena stetig, nur die zentralen unteren Ränge bleiben seltsam leer. Auf der Bühne kriecht Nebel über den Boden und verhüllt das dauerbangende Quartett, während die Fans ‘Fire In The Sky’ mitklatschen. Ein Schreckmoment ereignet sich, als die Security eine Ohnmächtige aus dem Pulk zieht – zum Glück sind Sanitäter zur Stelle und die Patientin steht bald wieder auf den Beinen.

„Scream for me! Now I scream for you!“, krakeelt Tägtgren zu ‘Adjusting The Sun’, doch auch in Ludwigsburg erntet ‘Roswell 47’ die größte Begeisterung, obgleich Tägtgren später nicht ganz mit dem Auftritt zufrieden ist. Mittlerweile ist die Arena brechend voll und warmgekocht für Arch Enemy…

Die komplette Tourstory von Amon Amarth, Hypocrisy und Arch Enemy findet ihr in der aktuellen METAL HAMMER-Januarausgabe. Ihr bekommt METAL HAMMER 01/2020 am Kiosk oder indem ihr das Heft per Mail bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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Editorial METAL HAMMER 08/2022

Liebe Metalheads, Musiker, heißt es, seien die Wikinger unserer Zeit. Statt auf Schiffen gehen sie in Tourbussen auf Eroberungsfeldzug, und statt auf Raubzüge zu gehen, schwingen sie bei Konzerten die Äxte – und lassen ihre Anhänger im Moshpit gegeneinander antreten. So schief dieser Vergleich auch sein mag, so eindeutig lässt sich festhalten: Amon Amarth segeln ganz vorne mit! Unsere Titelhelden knallen uns mit THE GREAT HEATHEN ARMY ein prächtiges Stück Metal auf die Ohren: Ohne die geliebten Hymnen zu vernachlässigen, schmieden die Schweden wieder vermehrt kantigen Death Metal. Wie es dazu kam und warum Johan Hegg und Co. mit Briten…
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