Toggle menu

Metal Hammer

Search

Andy Scott (Sweet): Klauten Mötley Crüe sein Riff?

von
teilen
mailen
teilen

Die Grenze zwischen Inspiration und Abkupfern ist oft schwammig. Besonders in der Musik fällt es häufig schwer, auseinanderzuhalten, was genau sich der Künstler bei seinem Werk gedacht hat – oder ob es sich vielleicht doch ein anderer ausgedacht hat. Das sieht auch Sweet-Gitarrist Andy Scott so.

In einem neuen Interview mit Emilee Capogni erinnert er sich an einen Moment, in dem er genau diese Grenze infrage gestellt hat. „Ich war in Schweden und habe mit einer Band namens Sha-Boom produziert. Die Jungs von Europe kamen ins Studio und sagten, dass sie auf das Mötley Crüe-Konzert gehen werden und wir mitkommen sollen. Der Keyboarder hatte sie schon in der Nacht zuvor in Göteborg gesehen, wir wollten auf das Konzert in Stockholm gehen.“

Empfehlungen der Redaktion
Ronnie James Dio wäre fast bei The Sweet eingestiegen
Auf dem Weg zur Veranstaltung hat jemand ‘Kickstart My Heart’ angemacht, ohne zu verraten, von wem das Lied ist. „Ich habe sofort gesagt, dass da jemand mein Gitarren-Riff von ‘Hell Raiser’ benutzt. Das kann passieren. Als wir dann zum Konzert kamen, haben sie mit Strippern auf der Bühne angefangen. Das haben wir in den Siebzigern alle so gemacht. Der erste Song, den sie gespielt haben, war ‘Kickstart My Heart’. Alle Mitglieder von Europe haben mich angeguckt, mein Gesicht gesehen, und gelacht.“

Mötley Crüe bewunderten Sweet nachweislich

Dass es eine Verbindung zwischen Mötley Crüe und Sweet gibt, ist kein Geheimnis. Bassist Nikki Sixx schrieb in seinem Buch ‘The First 21’, dass er sogar versucht hat, Ex-Sweet-Sänger Brian Connolly für seine Band London zu rekrutieren, der er vor Mötley Crüe angehörte.

Es wird wohl nie geklärt werden, ob ‘Kickstart My Heart’ wirklich von ‘Hell Raiser’ inspiriert oder sogar kopiert wurde, oder ob es sich einfach nur um einen erstaunlichen Zufall handelt. Sicher ist jedoch, dass Sweet den Klang von Mötley Crüe geprägt haben.


Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

Nuria Hochkirchen schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

teilen
mailen
teilen
Venom: Darum tritt die Band kaum in den USA auf

Obwohl Venom erst kürzlich mit INTO OBLIVION (hier Review lesen) ein neues Album veröffentlicht haben, sind ihre angepeilten Auftritte in den USA rar gesät. Gitarrist Rage erklärte nun im Interview mit Rock Interview Series die Gründe dafür – und spekulierte, dass die entsprechenden Probleme wohl auch weiterhin bestehen bleiben. Komplizierte Einreise „Das Problem mit den USA – und es wird immer schlimmer – ist, dass wir Visa und dergleichen benötigen. Und die sind echt teuer“, erklärte Rage. „Ich glaube, es sind zwischen 7.000 und 9.000 US-Dollar. Und das nur für die drei Bandmitglieder. Klar, die Weltlage ist angespannt, die Spritpreise…
Weiterlesen
Zur Startseite