Bei seiner eigenen Radioshow für die LA Radio Sessions auf dem amerikanischen Sender 99.1 KLBP-FM, zeigt sich Black Sabbath-Drummer Bill Ward begeistert von Brann Dailors (Mastodon) Schlagzeugfertigkeiten. Einmal darauf angesprochen, erzählt er, wie er von Dailor erfuhr.
Durch die Musik kennengelernt
Ward erklärt: „Ich lernte Brann erst kennen, indem ich die Musik hörte. Alles an ihm, seine Orchestrierungen, sein Jazz, sein Rock, all diese Teile, die offensichtlich in ihm leben, sind sehr gut aufeinander abgestimmt. Als ich ‘The Last Baron’ erstmals hörte, war ich total begeistert. Wir haben das Lied schon oft in unserer Radioshow gespielt.“
Er führt aus: „Ich glaube, so habe ich Brann wirklich kennengelernt — indem ich genau hingehört habe, wohin er wollte, was er tat, wie er vorantrieb, wie er einholte und wie er nachgab. Ich hörte mir das an und dachte, dass dieser Typ wirklich gelernt hatte, Schlagzeug zu spielen.
Jedes Lob wert
Zu lernen, wie man Schlagzeug spielt, ist nicht so einfach. Wir können alle von Anfang an herumtrommeln. Mein Anfang war es, ‘Peggy Sue’ von Buddy Holly zu lernen. Aber wir haben alle unsere Hürden, die es zu überwinden gilt. Was Branns Artikulation angeht, finde ich aber, dass er jedes Lob wert ist, das er bekommt.
Mittlerweile hat ihn jeder auf einer internationalen Ebene als herausragenden Drummer erkannt. Seine Intuition und Interaktion mit anderen Instrumenten sind vorausschauend und immer genau richtig. Ich habe noch nie gehört, dass er etwas übertreibt, das einem Mitmusiker etwas wegnehmen könnte. Das ist das Zeichen eines verdammt guten Schlagzeugers“, schwärmt das Black Sabbath-Mitglied.
Intuition eines Musikers
Bill Ward meint: „Er weiß intuitiv, wann es passt. Wenn er nicht übertreibt oder etwas erzwingt, sondern Luft und die Musiknoten seiner Band-Kollegen durchlässt. Darum geht es beim Schlagzeug spielen: Zu lernen, mit anderen Musikern zusammenzuspielen. Das muss man.
Ich musste lernen, mit Tony (Iommi, Gitarre – Anm.d.Red.), Terry „Geezer“ (Butler, Bass – Anm.d.Red.) und Ozzy (Osbourne, Gesang – Anm.d.Red.) zu spielen. Man muss da anknüpfen, wo sie sind. Man sollte als Drummer respektvoll sein und das ist Brann. Ich kann es nicht erwarten, zu hören, was er als nächstes tut. Ich bin ein Schlagzeuger, der Schlagzeuger liebt. Danke, Brann“, konkludiert Ward.
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