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Blaze Bayley war nach Paul Di’Annos Tod „am Boden zerstört“

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Paul Di’Anno stand von 1977 bis 1981 bei Iron Maiden am Mikrofon. Ihm folgte Bruce Dickinson, der wiederum von 1994 bis 1999 zwischenzeitlich von Blaze Bayley abgelöst wurde. Wahrscheinlich aufgrund der Gemeinsamkeit, einst in derselben Band gesungen zu haben, verband Di’Anno und Bayley offenbar eine enge Freundschaft. Der plötzliche Tod von Paul Di’Anno im Oktober 2024 hat Blaze Bayley nämlich sehr getroffen, wie er im Interview mit The Metal Voice angibt.

Erinnerungen

Auf Di’Anno angesprochen, erzählt Bayley: „Als ich ihn das letzte Mal sah, ging es ihm gesundheitlich nicht gut und er saß eine Zeit lang im Rollstuhl.“ Vorher hatten die beiden „viel zusammen unternommen. Wir sind viel zusammen gereist.“ Weiterhin erklärt er: „Ich würde nicht sagen, dass ich es nicht erwartet hätte, aber ich war absolut am Boden zerstört, als ich die Nachricht von Pauls Ableben bekam. Ich hätte damals nicht gedacht, dass er gehen würde. Es fühlte sich einfach nicht richtig an. Natürlich war es zu früh. Er hätte überhaupt nicht gehen sollen.“

Dann beginnt Blaze Bayley in Erinnerungen zu schwelgen und davon, wie sie mit ihren jeweiligen Soloprojekten gemeinsam auf Tour waren. Allen voran erinnert sich Bayley an Paul Di’Annos Stimme. „Man schließt die Augen und hört ihm zu, wie er diese frühen Maiden-Songs singt, und denkt: ,Er klingt besser als jemals auf Platte.‘ Es war unglaublich. Wenn man Glück hatte, gab es ein paar Mal, wo er sich gut erholt und gut geschlafen hatte und nicht zu gestresst war, dann klang er einfach unglaublich. Und er ist eine Legende. Das ist die Stimme, mit der die erste Platte begann. Die kann man nie mehr nehmen. Diese ersten beiden, das sind die Di’Anno-Alben.“

„Auch auf seinen Soloscheiben hat er fantastische Arbeit geleistet“ fügt Bayley hinzu. „Er hat einige großartige Aufnahmen gemacht. Deshalb ist es tragisch, dass er nicht mehr da ist.“ Um das Vermächtnis zu würdigen und seinem Freund zu gedenken, hat Blaze Bayley den Iron Maiden-Klassiker ‘Wrathchild’ als „eine kleine Hommage“ in seine Livesetlist aufgenommen. Jedoch sei es auch „ein Vorwand, ein Lied zu spielen, das ich mag.“

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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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