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Body Count: Ice-T spricht über Rassismus und Donald Trump

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Am 31. März 2017 erscheint mit BLOODLUST das bereits sechste Studioalbum von Body Count. Die Band, die im Jahr 1989 unter anderem von Ice-T gegründet wurde, gilt als Urgestein unter den Crossover-Formationen. Am 17. Februar veröffentlichten Body Count mit dem Clip zu ‚No Lives Matter‘ einen ersten Vorgeschmack auf das neue Album, nun hat Ice-T über Rassismus, Politik und Donald Trump gesprochen.

Im Gespräch mit Playboy.com schildert der 59-Jährige seine Sicht der Dinge zur aktuellen „Black Lives Matter“-Debatte und dem scheinbar steigenden Rassismus in den USA.

Über die Gründung von Body Count und dem aktuellen Klima:

„Body Count passierte während der Bush-Ära und auch während der Rodney-King-Unruhen. Aber ich denke, dass die Leute damals ihr Umfeld viel stärker wahrgenommen haben. Deshalb war es für Gruppen wie uns, Public Enemy oder Rage Against The Machine einfach, die Massen zu bewegen. Aber die heutige Generation leidet unter Wahnvorstellungen. Sie sind in der Obama-Ära aufgewachsen und kennen richtige Härte nicht. Es ist so, als ob sie jetzt erst aufwachen und merken ‚Oh mein Gott, Politiker sind schlecht!‘ [lacht] Yeah, Motherfuckers – sie lügen!“

Über „Black Lives Matter“ und dem Unterschied zwischen Arm und Reich:

„Ich bin kein Mitglied von BLM, aber ich begreife, wofür sie stehen. Wenn Leute sagen ‚All Lives matter‘, dann haben sie den Sinn nicht verstanden. Wir denken nicht, dass nur Schwarze Leben zählen, wir sagen, dass sie auch zählen und zählen müssen. In dem Lied ‚No Lives Matter‘ singe ich, dass sie nie gezählt haben. Wenn man dem Bösen auf den Grund geht, dann findet man heraus, dass sie sich verdammt noch mal um niemanden scheren. Es gibt da diese gute Doku namens ‚Shadow World‘, die vom Waffenhandel berichtet. Menschen sind dort einfach nur Kollateralschaden. Deshalb sage ich, dass Schwarze Leben zählen sollten, aber die Motherfuckers tun so, als ob sie nichts wert sind. Die Scheiße existiert aber schon seit Jahren: Wir würden bis heute nicht wissen, was mit Rodney King passiert ist, hätten wir keine Videokameras. Der Typ wurde von einem Cop in den Rücken geschossen, weil er im Park lief. Man kann diesen Scheiß nicht rechtfertigen. Das ist dreckig. Man kann diese Cops nicht verteidigen. Sie sind Kriminelle und müssen wie solche behandelt werden. […] Bei einer reichen Person hätte das ganz anders ausgesehen. Die Waagschalen der Gerechtigkeit basierten schon immer darauf, wie viel Geld man hat. Ein Beispiel: Ich wurde neulich von der Polizei angehalten. Als sie herausgefunden haben, wer ich bin, habe ich das Gesetz nicht gebrochen. Ein paar Minuten vorher habe ich das aber noch. Ich soll die Spur verbotenerweise gewechselt haben. Das ist Bullshit, denn ich weiß, wie man Auto fährt. Aber sobald mich die Cops erkannt haben, ließen sie mich gehen. Sie wollten kein Drama, da sie wissen, dass ich mich wehren kann. Und das ist Bullshit.“

Zum Schluss wurde Ice-T auch noch gefragt, was er von Donald Trump hält und ob er damit gerechnet hätte, dass er die Wahl zum US-Präsidenten gewinnt.

Ice-T über Donald Trump

„Ich denke, wir waren alle überrascht, dass Trump gewonnen hat, denn der Typ lügt. Er ist ein Motherfucker. Er hat seine Steuererklärung nicht gezeigt. Er ist der ultimative Betrüger. Er ist genau die Art von reicher Person, weshalb andere Leute reiche Menschen nicht mögen. Ich kenne Richard Branson und Mark Cuban – Milliardäre, mit denen man abhängen kann. Aber Trump ist elitär. Er ist ein Hetzredner. Und ja, das ist unheimlich. Er hat viel Macht. Ich komme aus der Gang-Welt und da kann man nicht einfach Müll über andere erzählen und denken, niemand würde einen hören. Man kann nicht so reden wie er und dann glauben, die Welt würde einen nicht als Feind sehen. Als der Typ sagte, dass er schlauer als die Generale ist, wusste ich, die Kacke ist am Dampfen. Meine Vorhersage ist die, dass seine eigenen Unterstützer ihn in sechs bis acht Monaten stürzen werden. Daumen drücken!“


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