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Bon Scott war ein Rumtreiber, erinnert sich Tony Platt

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Tony Platt hat für solch illustre Bands und Künstler wie Cheap Trick, Bob Marley, Buddy Guy, Foreigner, The Mighty Mighty Bosstones, Sparks, The Boomtown Rats, Motörhead und Testament gearbeitet. Für AC/DC hat der Brite die Alben HIGHWAY TO HELL (1979) sowie BACK IN BLACK (1980) gemischt. In einem aktuellen Interview mit Rock Candy hat sich der Brite an Anekdoten über Bon Scott sowie die Zielvorgabe von Produzent Mutt Lange bei HIGHWAY TO HELL erinnert.

Für immer verschwunden

„Es ist immer schwierig zu wissen, wie einen so etwas trifft“, sinniert Platt über den Tod des 1980 verstorbenen, ikonischen AC/DC-Frontmanns Bon Scott. „Aber es gibt einen Satz, der für mich zusammenfasste, was Bons Verlust bedeutet hat. Nicht lange, nachdem Bon gestorben war, hatte ich eine Unterhaltung mit Malcolm Young. Dabei erinnerten wir uns an alle die dummen Dinge, die er immer angestellt hat. Darüber gab es eine Menge Geschichten, wie Bon oftmals am Ende eines Konzerts verschwand und sich alleine irgendwohin aufmachte, um in ein wenig Schwierigkeiten zu geraten.

Er verschwand einfach und tauchte beim nächsten Gig, der 200 Meilen entfernt war, wieder auf. Niemand wusste jemals, wie er hingekommen war, und was er angestellt hatte. Malcolm erzählte mir, dass sich jeder an die Tatsache gewöhnt hatte, dass Bon schon auftauchen würde. Und dann sagte er zu mir: ‚Jetzt muss ich mich an die Tatsache gewöhnen, dass er nicht mehr auftauchen wird.‘“

Unten rum muss es drücken

Des Weiteren berichtete Tony, wie ihn Robert John „Mutt“ Lange bei HIGHWAY TO HELL und BACK IN BLACK dahingehend instruiert hatte, wie sein Mix klingen soll. „Die Overdubs, die die Jungs direkt am Anfang des Mixing-Prozesses machen mussten, haben mir viel geholfen. Denn wir saßen alle herum und quatschten und hörten uns das Material an, während es gemacht wurde. So bekam ich ein Gefühl dafür, worauf sie aus waren. Mutt bestand darauf, dass es so klingen soll, als ob alle im selben Raum sind. Für mich ist die große Begabung von Mutt, dass er eine klare Vision für ein Projekt hatte.

Die Arbeit, die er in die Songs steckte, was das Arrangement angeht, dreht sich komplett um Zusammenhalt — und darum, dass die unteren Frequenzen groß und fett sind. Der Bass auf ‘Highway To Hell’ ist ziemlich durchgehend eine Note. Also brauchte man diesen runden Basssound. Ich hatte an vielen Rock-Sachen im Basing Street Studio gearbeitet, aber auch an vielen Reggae-Sachen. Daher kannte ich den besten Weg, um Bassgitarren zu glätten, damit sie die ganze Zeit präsent klingen.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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