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Bruce Dickinson: „Die Musikindustrie hat ihre Kunden ausgebeutet.“

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Alles begann mit Napster: Der Filesharing-Anbieter startete die „Digitale Musikrevolution“ 1999, musste aber bereits 2001 wieder die Tore schließen. Doch nicht nur diese kurze Phase traf die Musikindustrie derart hart, dass sie sich bis heute nicht davon erholen konnte.

Napster animierte weitere Anbieter wie zum Beispiel Kazaa, Musik „for free“ im Internet anzubieten. Zwischen 2003 und 2008 verklagte die Recording Industry Association of America (RIAA) circa 18.000 Personen.

Dadurch sollten Warnschüsse abgegeben werden, um Musik-Fans daran zu hindern, Songs aus dem Web von solchen Sites downzuloaden. Damit wurde zwar auf den Copyright-Diebstahl aufmerksam gemacht, aber insgesamt gesehen brachte dies der Musikindustrie auch nichts.

Vor einigen Tagen hat sich Bruce Dickinson in São Paulo beim VTEX Day 2018 zu dieser Thematik geäußert – mit einer ganz eindeutigen, klaren Meinung: „Die Musikindustrie hat ihre Kunden ausgebeutet.

Abwarten, Nichtstun, Geld scheffeln

Die Plattenfirmen hatten jahrelang jede Menge Geld gescheffelt, ohne groß etwas dafür zu leisten“, so der Iron Maiden-Sänger. „Und sie glaubten, dass dieses Download-Phänomen einfach wieder verschwinden würde.

Aber so kam es nicht, und sie taten auch überhaupt nichts dagegen. Sie sahen nicht, dass die Downloads ein toller Weg sind, den Fans (nennen wir sie Kunden) ihre Bands näherzubringen.

Viele Bands taten genau zeigten sich up-to-date und nutzten das Internet, im Gegensatz zu den Labels“ – aber manche (wie Metallica) versuchten ihr Glück ebenfalls mit gerichtlichen Maßnahmen.

Brasilien beispielsweise habe Dickinson zufolge weltweit mit das jüngste Musik- und Metal-Publikum. „Natürlich holten sich diese Fans ihre Infos über Musik aus dem Internet.

Arrogant, alt, langsam

Für eine Band wie Iron Maiden, die fast von Anfang an im Internet aktiv war, war es demnach ein leichtes, mit den brasilianischen Fans in Kontakt zu treten. Und das war großartig für uns.

Doch die Plattenfirmen konnten oder wollten das nicht erkennen, womöglich waren sie zu arrogant, zu alt oder zu langsam für diese neue Entwicklung.“ Mit Apple und iTunes fand die Musikindustrie schließlich irgendwann doch einen Weg, sich online einzuklinken.


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