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Bruce Kulick war froh, dass Kiss ihm keinen Wiedereinstieg anboten

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Während eines Radioauftritts im Rahmen der Sendung „Trunk Nation With Eddie Trunk“ auf SiriusXM vom 16. Dezember sprach Ex-Kiss -Gitarrist Bruce Kulick über den Einstieg Tommy Thayers und die Frage, ob er sich selbst an dessen Stelle gewünscht hätte.

Kein böses Blut

Auf die Frage, ob er jemals gebeten wurde, Kiss nach dem zweiten, endgültigen Ausstieg Ace Frehleys wieder beizutreten, antwortete er: „Selbstverständlich habe ich mich gefragt, ob sie mich um einen Wiedereinstieg bitten würden, als ich hörte, dass Ace nicht mehr zu Gigs erschien und es sozusagen eine Zweitbesetzung durch Tommy gab, der einige Male dessen Outfit und Make-up anlegte und für ihn einsprang.

Ich erinnere mich, dass ich mit ein paar Freunden sprach, die Einblicke in die inneren Band-Vorgänge hatten, darüber nachdachte und mich fragte: ‚Könnte ich das? Könnte ich der Spaceman sein? Das ist irgendwie nicht richtig.‘ Andererseits hätte ich die Vorteile und alles, was der Ruhm mit sich bringt, auch sehr genossen – in großen Arenen spielen und in Privatjets fliegen“, gab er zu. „Aber ich wurde nicht gefragt, und das war letztendlich ein Segen.“

Die Frage, ob es ihn verletzt habe, dass er Kiss nicht wieder beitreten durfte, verneinte Kulick: „Ich verstehe, dass sie Tommy gewählt haben. Ich kannte ihn sehr gut. Er hat schon zuvor kreativ eng mit der Band zusammengearbeitet – Songs geschrieben und Tourneen gemanagt, und er hat an ,Kisstory‘, dem großen Neun-Pfund-Buch, mitgearbeitet. Außerdem war er in einer Tribut-Band, Cold Gin, und konnte Aces Riffs spielen.“

Lieber unmaskiert

„Als Paul Stanley mir 1984 sagte, dass ich der neue Kiss-Gitarrist sei, sagte er: ‚Wir wollen, dass du wettbewerbsfähig bist. Du weißt, was in der Gitarrenwelt los ist. Du weißt, was wir brauchen. Man muss mit einem Fuß in den alten Sachen drin stecken und trotzdem mit den modernen Gitarristen mithalten können‘“, fuhr er fort. „Tommy hat offensichtlich eine völlig andere Job-Ausschreibung bekommen, auf die Art von ‚Spiel Aces Riffs‘. Zusammenfassend kann ich in dem Wissen, dass ich mit meinem Gesicht, ohne Verwirrung und ohne Charakter gespielt habe, sagen, dass ich meine Ära bei Kiss in den Dreck gezogen hätte, wenn ich unter diesen Voraussetzungen wieder dort eingestiegen wäre.“

„Allerdings kann ich nicht versichern, dass ich nicht ‚Ja‘ gesagt hätte, wenn sie mich gefragt hätten, ob ich wieder dabei sein möchte. Wie könnte ich verleugnen, dass ich nicht gerne wieder dabei gewesen wäre.“

Bruce Kulick wurde 1984 Mitglied bei Kiss, nachdem Gründungsmitglied Ace Frehley, bekannt als Spaceman, die Band 1982 verließ und es mit der Nachbesetzung nicht funktionierte. Kulick blieb zwölf Jahre in der Band und war Teil einer unmaskierten Ära, in der sie ohne ihr Make-up und ihre charakterspezifischen Kostüme auftraten. Als man diese Ära jedoch wiederbeleben wollte, war Kulick raus und Frehley wieder dabei, was nicht lange hielt und schließlich bekanntermaßen mit Thayer in der aktuellen Besetzung endete. Ace Frehley starb Mitte Oktober diesen Jahres, nachdem er eine Treppe hinuntergestürzt war.

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Kiss: Ein halbes Jahrhundert DESTROYER

Nach drei Studioalben, die eher Achtungserfolge waren, und dem Live-Durchbruch ALIVE! (1975), der immerhin Goldstatus erreichte, standen Kiss an einer Kreuzung: weiter rumpeln oder endlich groß denken. Sie entschieden sich für Letzteres - und holten sich dafür einen Drill Sergeant ins Studio, um ihr viertes Studioalbum DESTROYER aufzunehmen. Bob Ezrin: Der Mann mit der Trillerpfeife Produzent Bob Ezrin, zuvor schon für Alice Cooper verantwortlich, hörte sich die 15 Songs des Kiss-Demos an und fand sie… sagen wir: ausbaufähig. Nur ‘Detroit Rock City’ und ‘God Of Thunder’ hatten für ihn echtes Potenzial. Der Rest wurde zerlegt, umgebaut oder später für andere…
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