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Corey Taylor: Künstler werden als Objekte betrachtet

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Ein Trend bei Live-Konzerten ist derzeit offenbar, dass Leute Dinge auf die Bühne werfen. Megadeth-Chef Dave Mustaine sprach kürzlich darüber und meinte unter anderem, dass es manche Bands vielleicht nicht besser verdienen. Nun hat sich auch Slipknot-Frontmann Corey Taylor dazu geäußert. Er hält überhaupt gar nichts davon und findet, Künstler würden nicht mehr wie Menschen, sondern wie Objekte behandelt.

Gefährlich und widerlich

„Dass die Leute nicht verstehen können, wie zutiefst gefährlich es ist, solchen Mist zu tun, wie vollkommen unhöflich es ist, Leute so zu behandeln, wie völlig unglaublich es ist, zu denken, dass man so besonders ist und sich die Show nur um einen selbst und nicht um irgendwen anders um einen herum dreht — dieses Niveau an Anspruchsrecht ist verdammt widerwärtig“, gibt Corey Taylor im Interview mit Loudwire zu Protokoll.

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Darüber hinaus ließ sich der Musiker noch über die Sozialen Medien aus, durch welche die Menschen weniger von Angesicht zu Angesicht mit anderen Menschen agieren. „Es ist echt lächerlich“, findet Corey Taylor. „Das ist eines der Probleme mit Sozialen Medien. Künstler werden jetzt nicht mehr als Menschen angesehen. Selbst wenn sie das noch nie waren, wurden sie doch immer noch als etwas aus Fleisch und Knochen betrachtet. Sie waren etwas, in das man sich hineinsteigern kann, aber zumindest waren sie eine Person. Jetzt […] könnte man auch einfach nur ein Getränkeautomat oder eine Telefonzelle sein. Man ist ein Objekt — und wird so behandelt werden.“ 

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Laut einem Artikel der  New York Times soll es bei dem Trend, Sachen auf die Bühne zu werfen, unter anderem auch darum gehen, zu einem Teil der Show zu werden. Wie dem auch sei: Für Künstler ist das alles andere als angenehm.


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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