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Cro-Mags: Flanagan ist offen für Reunion mit Ex-Mitgliedern

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Interne Konflikte, eine Messerstecherei, Rechtsstreitigkeiten um den Band-Namen – so etwa lässt sich die Historie von Cro-Mags auf unschöne Weise zusammenfassen. Vermutlich tragen derlei Vorkommnisse jedoch auch zum Image und Erfolg der New Yorker Hardcore-Legenden bei.

Anfang der Achtziger gründete Harley Flanagan zusammen mit Gitarrist Dave Stein und Schlagzeuger Dave Hahn die Band. Kurz nach der Gründung stieß Sänger John Joseph hinzu. 1986 brachte das Quartett sein Debütwerk THE AGE OF QUARREL heraus. Anlässlich des 40. Jubiläums nahm Flanagan erst kürzlich einige der darauf enthaltenen Stücke neu auf, die auch im Dokumentarfilm ‘Wired For Chaos’ zu hören sind.

Alles Schlechte

Im Podcast Lipps Service With Scott Lipps blickt der 58-Jährige auf sein Leben und die achterbahnartige Geschichte von Cro-Mags zurück. „Es gab diesen Moment, da hatten wir das Gefühl, wir würden richtig durchstarten. Dann ging alles schief, was nur schiefgehen konnte“, erinnert sich Flanagan. „Der furchtbare Manager, der miese Plattenvertrag, alle wurden manipuliert, und es entwickelte sich zu allem Schlechten, was einer jungen Band passieren kann – die Streitereien, die Ego-Kämpfe, der Manager, der alle gegeneinander aufhetzt.“ Letztlich habe keines der Band-Mitglieder gewusst, was es tat. Aber „jeder bildet sich ein, er hätte es gewusst.“

Bezüglich einer möglichen Wiedervereinigung der klassischen Cro-Mags-Besetzung erklärt Harley: „Ehrlich gesagt war ich immer offen für Gespräche mit den Jungs, egal worüber. Manchmal verbeißen sich die Leute aber so sehr in etwas, dass sie das Wesentliche aus den Augen verlieren.“ Er glaubt zudem nicht, dass irgendjemand danach fragen würden, da es mit dem derzeitigen Line-up gut läuft. „Aber wenn die Fans es wirklich wollen, und vor allem, wenn die Jungs den Fans ihren Wunsch erfüllen wollen, bin ich jederzeit gesprächsbereit.“

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Letztendlich gehe es als Band primär darum, die Anhängerschaft zufriedenzustellen. „Ich verstehe einfach nicht, was daran so schlimm sein soll, mit Leuten zu spielen, die man vielleicht nicht unbedingt mag, um die Fans glücklich zu machen. Aber zum Glück für mich habe ich das Gefühl, dass ich das im Moment sowieso schon mache“, führt der New Yorker aus, und tritt damit in gewisser Weise gegen seine aktuellen Kollegen.


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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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