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Dark Tranquillity waren erst keine Fans von „Göteborg-Stil“

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Dark Tranquillity-Frontmann Mikael Stanne reflektiert im Interview mit Chiles Futuro-Radio die Geburtsstunde des klassischen Göteborg-Stils. Dabei offenbart er, dass Dark Tranquillity damals gar nicht so begeistert von der Popularität des Sammelbegriffs waren.

Göteborg-Sound

Er erklärt: „Wir haben es einfach nicht gesehen. Wir waren Freunde, und Göteborg ist einfach eine kleine Stadt. Wir leben nah beieinander und sind schon befreundet, seit wir Teenager waren. Aber natürlich haben wir alle zur gleichen Zeit im selben Studio unsere Alben aufgenommen. Es ergibt nur Sinn, dass das alles zusammengeschmissen wird.

Wir haben darüber einfach nie nachgedacht. Erst als wir angefangen haben, auf Tournee zu gehen – das müsste 1996 oder 1997 gewesen sein -, habe ich gehört, wie Leute sagten, dass der Göteborg-Sound cool sei. Ich fragte, was sie meinten und was das überhaupt sei, und sie erklärten, damit seien wir alle gemeint“, erinnert sich der Sänger.

Wie eine Beleidigung

„Ich erklärte, dass wir doch einfach nur winzige Bands aus unserer kleinen Stadt waren, und dass das nicht der Rede wert sei. Aber natürlich verstehe ich jetzt, was damit gemeint war. Eine Zeit lang war es aber seltsam. Wir alle versuchten, einzigartig und anders als die anderen zu sein, und dann fingen die Leute plötzlich an, es als ‚Sound‘ zu bezeichnen. Das empfanden wir erst ein bisschen als Beleidigung“, führt Stanne aus.

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Der Begriff „Göteborg-Sound“ beschreibt den Klang des Melodic Death Metal, der in den Neunziger Jahren in Schweden aufblühte. Bands kombinierten erstmals harten Death Metal mit den melodischen Elementen von NWOBHM-Bands wie Judas Priest oder Iron Maiden. Als Vorreiter gelten neben Dark Tranquillity besonders At The Gates mit ihrem Album SLAUGHTER OF THE SOUL (1995) und In Flames.


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