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Mikael Stanne (Dark Tranquillity): So kam The Halo Effect zustande

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Anfang November 2021 veröffentlichte The Halo Effect, das neue Projekt der fünf ehemaligen Mitglieder der schwedischen Metal-Band In Flames – Jesper Strömblad (Gitarre), Daniel Svensson (Schlagzeug), Peter Iwers (Bass), Niclas Engelin (Gitarre) und Mikael Stanne (Gesang) – die Debütsingle ‘Shadowminds’. Der Track, dessen offizielles Musikvideo unten zu sehen ist, ist Teil des ersten Albums von The Halo Effect, das 2022 über Nuclear Blast erscheinen soll.

Gemeinsame Geschichte und neue Struktur

Wie sich die neue, alte Formation zusammenfand, erzählt Mikael Stanne im „Heavy Hoops“-Podcast. „Im Grunde sind das alles meine alten Freunde aus der Gegend. Göteborg ist klein, und es war schon immer sehr inzestuös, was Mitglieder in Bands angeht (…)“, verrät er. Die Bekanntschaften der Musiker reichen Jahrzehnte in die Vergangenheit zurück. „Ich wurde von Niclas Engelin gefragt, den ich kenne, seit er… Wir haben unsere allererste Show zusammen mit seiner alten Band gespielt; sie hießen Sarcazm, und wir waren noch Septic Broiler, vor Dark Tranquillity. So weit reichen wir also zurück.

Er sagte also zu mir: ‚Lass uns zusammen Musik machen.‘ Und ich sagte: ‚Klar. Das wäre schön.‘ (…) Irgendwann rief mich Peter Iwers an und sagte: ‚Ich werde wahrscheinlich Teil dieser Sache mit Niclas Englin sein. Es wäre wirklich toll, wenn wir das ernsthaft durchziehen könnten. Und wahrscheinlich können wir auch Daniel mit ins Boot holen‘ – der auch bei In Flames gespielt hat. ‚Und dann vielleicht auch noch Jesper Strömblad.‘ Und ich dachte mir: ‚Das klingt verdammt geil.‘ Das ist total oldschool. Auch wenn wir bei In Flames nie in dieser Konstellation gespielt haben, war ich dabei, und Jesper war dabei, und die anderen Jungs kamen dann später dazu. (…) Es sind also im Grunde alle alten, verrückten In Flames-Mitglieder.“

Göteborgs Untergrundszene

Besonders die Verbindung zu Daniel Svensson trägt einige Jahre zusammen. Laut Stanne war Svensson zu Schulzeiten in einer Klasse mit seinem jüngeren Bruder. „Also habe ich angefangen, ihn kennenzulernen, weil er auf Death Metal stand“, berichtet Stanne. „Er hatte seine Band Sacrilege gegründet, die ich sehr liebte. Und Niclas war schon immer ein sehr fähiger, großartiger Gitarrist (…), der in vielen Bands spielte, die ich mir früher immer ansah. Wir hingen in den späten Achtzigern und den frühen Neunzigern immer zusammen ab.

Und Peter kannte ich natürlich, weil er der Bruder von Anders war, der schon immer mein Freund war. Und Jesper lernte ich bei unseren allerersten Konzerten kennen, vielleicht 1987, 1988 – oder so ähnlich – beim Abhängen im Valvet, dem einzigen Underground-Metal-Lokal hier in Göteborg zu der Zeit. Es machte also durchaus Sinn. Als wir dann anfingen, darüber zu reden, zusammen zu spielen, hieß es: ‚Okay, was machen wir denn? Wir sollten einfach sehen, ob wir irgendwie weitermachen können ­– nicht da, wo wir aufgehört haben, sondern da, wo wir damals hinwollten – und sehen, ob wir auf dem, was wir durch unsere gemeinsamen Erfahrungen gelernt haben, aufbauen können.‘ Das war also sozusagen die Idee. Und es war ein Riesenspaß ­– einfach mit alten Freunden zusammen zu sein. In den letzten 15 Jahren haben wir uns wegen der Tourneen und all dem Kram nicht mehr so oft gesehen. Das ist jetzt anders. Das ist wirklich, wirklich cool.“

 

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Schwedischer Melodic Death – wie damals, nur anders

Zum Thema der musikalischen Ausrichtung von The Halo Effect sagt Stanne: „Es ist super heavy, es ist melodisch – es ist all das, was wir schon immer machen wollten.“ Dabei ist es für die Mitglieder essenziell, zurück zu ihren spielerischen Anfängen zu kommen. „Denn je länger man mit seiner Haupt-Band zusammenspielt, desto mehr versucht man, sich ständig neu zu erfinden, und so viel Energie geht in den Versuch, sich von dem zu unterscheiden, was man bisher gemacht hat“, erklärt Stanne.

„Wenn man dagegen etwas Neues mit einem sehr vertrauten Musik-Genre beginnt, kann man sehr frei damit umgehen. Es muss nichts Bestimmtes sein, es muss keinen Regeln entsprechen – es muss einfach nur verdammt gut sein und sich gut anfühlen. Das war also der Startpunkt. Und dann habe ich versucht, in den Texten darüber zu singen oder zu schreiben, wie es war, aufzuwachsen und wie wir uns fühlten und was uns zu dieser extremen Art von Musik trieb und all diese Dinge. (…) Es war also zum Teil Nostalgie, aber auch eine Art von Wertschätzung dafür, woher wir kamen und wie sich die Dinge entwickelt haben.“

‘Shadowminds’

Außerdem spricht Stanne über die Entstehung der ersten The Halo Effect-Single ‘Shadowminds’. „Es war einer der ersten Songs, die wir geschrieben haben. Wir beschlossen: ‚Lasst uns ein paar Songs aufnehmen, um zu sehen, ob es funktioniert, um zu sehen, wie es sich anfühlt, um zu sehen, was uns einfällt.‘ Also haben wir drei Songs aufgenommen, und ‘Shadowminds’ war einer davon.“ Daraufhin schien der Entstehungsprozess des Debütalbums ein Leichtes gewesen zu sein. Die Band entschied sich unter der Zustimmung von Freunden und Familie für ‘Shadowminds’ als repräsentativstes Erzeugnis für den Sound von The Halo Effect. „Es war ein großartiger Startpunkt. Wir begannen mit etwas, auf das wir sofort sehr stolz waren, und wir hatten das Gefühl, dass dies ein Song sein würde, der eine Weile Bestand haben würde.“

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