Am 28. August 2001 veröffentlichten Slipknot ihr zweites Studioalbum IOWA, das dieses Jahr 25. Jubiläum feiert. Auf der Platte widmen sich Corey Taylor und seine maskierte Truppe nicht nur ihrer Heimat, auch war die Entstehung mit allerlei Hürden gespickt. Laut dem 2021 verstorbenen Schlagzeuger Joey Jordison war dieser Zeitraum einer der schlechtesten in der Band-Geschichte.
Während einige Band-Mitglieder wegen der vorangegangenen Tournee zum Debütwerk SLIPKNOT (1999) eine Pause verlangten, haben Jordison und der ebenfalls verstorbene, damalige Bassist Paul Gray dennoch mit den Arbeiten am neuen Material begonnen. Zudem haben Management-, Alkohol- und Drogenprobleme die Zusammenarbeit erschwert.
Voller Einsatz
Obendrein brach sich Produzent Ross Robinson bei einem Unfall die Wirbelsäule, setzte die Arbeit an IOWA aber trotzdem fort. Die Titelnummer soll Frontmann Taylor übrigens vollkommen nackt und mit absichtlich hinzugefügten Schnittwunden eingesungen haben. Gegenüber dem Magazin FHM erklärte er damals: „Davon kommt das beste Material. Man muss sich selbst runterbringen, bevor man etwas Großartiges erschaffen kann.“
Im Gespräch mit METAL HAMMER gab er seinerzeit an: „Uns ging es vor allem darum, völlig entfesselt und zugedröhnt zu sein – und dabei noch jung genug, um das auch durchzuziehen. Unser erklärtes Ziel war es, ein dichtes, zerstörerisches Album zu erschaffen. Wir hatten allerdings keine Ahnung, wie zerstörerisch es tatsächlich werden würde.“
Womöglich wird dies und mehr in dem Buch ‘Somewhere Between Screaming And Crying: Slipknot, Nu Metal And 9/11’ aufgegriffen, das am 6. August erscheinen soll. Autor Dan Franklin soll für das Buch auf originale Interviews, Berichte aus erster Hand und seine eigene, umfassende Recherche zurückgegriffen haben. Auch betrachtet Franklin Slipknot in einem weiteren Kontext.
Im Promotext heißt es: „Zwei Wochen nach der Veröffentlichung veränderte sich die Welt für immer. Nach den Anschlägen vom 11. September prallten Slipknot auf die Geschichte und eine Generation im Umbruch. Während die Band-Mitglieder mit ihren eigenen Dämonen kämpften, war keineswegs sicher, ob Slipknot überleben würden. Was folgte, ist eine Geschichte, die so turbulent, packend und authentisch ist, wie sie nur sein kann.“
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