Rapper Kanye West, der zuletzt in der Kritik stand, weil er einen Song namens ‘Heil Hitler’ veröffentlichte und T-Shirts mit Hakenkreuzen verkaufte, hat sich nun öffentlich dafür entschuldigt. Disturbed-Frontmann David Draiman hat sich auf seinen Social Media-Kanälen dazu geäußert.
Albumpromo
Er schreibt: „Lieber Kanye West, danke dafür. Leider macht es den angerichteten Schaden nicht wieder gut. Ich weiß nicht, ob irgendwas das je könnte… Aber erlaube mir, dir vorzuschlagen, erstens, an schwarzen/jüdischen Einigkeitsveranstaltungen teilzunehmen. Ich gehe mit. Und zweitens, ‘Heil Hitler’ aus deinem Katalog zu löschen.“ Draiman, der zuletzt selbst in der Kritik stand, weil er Bomben der israelischen Armee signierte, spricht sich regelmäßig zu jüdischen und israelischen Themen aus.
West, der aktuell sein neuestes Album BULLY bewirbt, hatte sich für seine Entschuldigung eine Werbeseite in der Printausgabe des Wall Street Journal gekauft und sein Statement darin drucken lassen. Dort macht er unter anderem seine Bipolare Störung und eine Verletzung am präfrontalen Cortex für sein Verhalten verantwortlich.
Unentdeckte Verletzung
Er erzählt: „An die, die ich verletzt habe: Vor 25 Jahren war ich in einen Autounfall verwickelt, bei dem mein Kiefer gebrochen und der rechte Frontallappen meines Gehirns verletzt wurde.“ Weiter behauptet er, diese Verletzung sei bis 2023 nicht entdeckt worden.
Er meint, er habe wegen seiner Bipolaren Störung den Bezug zur Realität verloren. „Je länger ich das Problem ignoriert habe, desto schlimmer ist es geworden. Ich habe Dinge gesagt und getan, die ich zutiefst bereue. Die Menschen, die ich am meisten liebe, habe ich am schlimmsten behandelt… Rückblickend habe ich mich von meinem wahren Ich gelöst.“
Außerdem erklärt er, er habe sich in diesem „zerrissenen Zustand“ zu dem „zerstörerischsten Symbol“ hingezogen gefühlt, das er habe finden können: dem Hakenkreuz. Er schreibt: „Es entschuldigt nicht, was ich getan habe. Ich bin kein Nazi oder Antisemit. Ich liebe jüdische Menschen.“ Das gesamte Statement ist auf TMZ einsehbar.
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