DJV greift Iron Maiden an: „Zensur in Reinform“

von
teilen
twittern
mailen
teilen

[Update:] Nachdem der Deutsche Journalistenverband Iron Maiden mit harschen Worten angegriffen hat (Details s.u.), sind die für die kommende Deutschland-Tour geplanten Foto-Verträge jetzt nachgebessert worden. Die umständliche Sichtung der einzelnen Bilder wäre für kurzfristige Berichterstattung nur schwer möglich, was gerade im Falle der wichtigen Tageszeitungen zu Problemen hätte führen können. Hier ist das angedachte Prozedere jetzt entsprechend angepasst worden.

Damit Journalisten den Fans Bilder von Konzerten anbieten können, müssen sie sich vorher dafür anmelden. Sonst gibt es keinen Ausweis, der den Zugang in den Fotograben zwischen Bühne und Publikum erlaubt. Für diese Anmeldung gibt es gewisse Regeln. Regeln, die von manchen Agenturen (die wiederum Bands vertreten) manchmal ziemlich eng gezogen werden.

Im Falle der kommenden Iron Maiden-Tour, die von Fans und Journalisten gleichermaßen herbei gesehnt wird, wirft der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) den Vertretern der Band nun vor, deutlich zu weit zu gehen. Der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken wird in einer offiziellen Meldung mit den Worten zitiert, es handele sich um „Zensur in Reinform“.

Hintergrund der Aufregung: Fotografen müssen vor der Veröffentlichung ihre Bilder vom Management genehmigen lassen:

„Dem Management der Band sollen sie ihre Bilder vorlegen und die Publikationen benennen, in denen Veröffentlichungen vorgesehen sind. Erst nach schriftlicher Freigabe der akzeptierten Fotos dürfen die Fotografen ihre Bilder an die Redaktionen schicken.“ (Quelle: djv.de)

Der DJV ruft das Management von Iron Maiden auf, diese Bestimmungen zurück zu ziehen und fordert von deutschen Fotografen und Bildjournalisten, dem Vertrag keinesfalls zuzustimmen. Es sei die Aufgabe des Journalisten, die Realität abzubilden und damit ihr Recht, selber zu entscheiden, welche Bilder veröffentlicht werden sollen. Das sei nicht Sache einer Agentur.

Die kommende Tour bringt Iron Maiden an folgenden Daten nach Deutschland:

28.05. Frankfurt, Festhalle 
29.05. Oberhausen, Köpi-Arena 
31.05. München, Olympiahalle 
02.06. Hamburg, O2 World
03.06. Berlin, O2 World
07.06. Stuttgart, Schleyer-Halle

Tickets: METAL HAMMER TIcketshop

Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Ein Mal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden + damit euch auch sicher nichts entgeht.

teilen
twittern
mailen
teilen
Bruce Dickinson: Das kann der Iron Maiden-Sänger nicht gut

Bruce Dickinson hat viele Talente. Offensichtlich kann die Iron Maiden-Stimme prächtig singen. Darüber hinaus macht sich der 65-Jährige ziemlich gut im Fechten. Und er versteht so viel von Flugzeugen, dass er sie steuern kann und eine eigene Wartungsfirma für fliegende Kisten gegründet hat. Bei all diesen Fähigkeiten drängt sich die Frage auf: Was kann die Heavy Metal-Legende eigentlich nicht? Besser unter Wasser Dem ist ein Journalist im Gespräch mit Bruce Dickinson über dessen neues Solowerk THE MANDRAKE PROJECT nachgegangen. So wurde der Brite gefragt, ob es etwas gebe, in dem er nicht gut sei oder an dem er gescheitert sei…
Weiterlesen
Zur Startseite