Dream Theater-Fans freuten sich 2023 über die Rückkehr von Ur-Schlagzeuger Mike Portnoy, der nach seinem zwischenzeitlichen Ausstieg 2010 durch Mike Mangini ersetzt wurde. Im Interview mit ‘Ibagenscast’ lobt Portnoy nun dessen Leistung und beteuert, dass dieser ihm in einigen Aspekten merklich überlegen ist.
Übergangslösung
„In den 13 Jahren habe ich immer mal wieder reingehört. Wenn Dream Theater ein neues Album veröffentlichten, habe ich es mir immer mindestens einmal angehört, um zu sehen, was sie so treiben. Natürlich war ich unglaublich gespannt auf das erste Album ohne mich, denn bis dahin hatte es Dream Theater nie ohne mich gegeben“, so Portnoy.
„Aber erst, als ich wieder zur Band kam und die Setlist zusammenstellen musste, wurde mir das richtig bewusst. Indem ich mir Songs aus dieser Zeit ansah und mich mit ihnen vertraut machte, habe ich mich erst in den letzten Jahren wirklich intensiv mit den Alben auseinandergesetzt und kann sie jetzt mit ganz anderen Augen sehen.
Mike Mangini ist zweifellos ein unglaublicher Schlagzeuger. Technisch gesehen beherrscht er Dinge, die ich – und das gebe ich offen zu – nicht kann. Und ich sehe ständig, wie wir verglichen werden. Das ist, als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen. Wir haben zwar beide bei Dream Theater Schlagzeug gespielt, aber wir haben sehr unterschiedliche Stile. Er ist sehr, sehr methodisch, sehr technisch. Ich bin eher locker und spiele einfach drauflos. Insofern sind wir stilistisch verschieden, und ich finde die Vergleiche unfair.
Und dann heißt es immer: ,Mike Portnoy kann dies und das niemals.‘“ Ja, das stimmt. Ich könnte wahrscheinlich nicht mal die Hälfte davon spielen […] und bin zufrieden damit. Ich weiß, wer ich bin und was ich kann, und ich bringe der Band mehr als nur Schlagzeug. Und das ist alles, was für mich zählt. […] Mangini ist ganz klar ein phänomenaler Schlagzeuger, und er hat all die Jahre, in denen die Band ohne mich war, einen großartigen Job gemacht. Dafür habe ich großen Respekt.“
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