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Ghost: Polizei ermittelt gegen Stalkerin

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Tobias Forge muss sich mit einer Stalkerin herumschlagen. Wie die schwedische Tageszeitung Aftonbladet berichtet, wird eine Frau in ihren Vierziger Jahren wegen Belästigung angeklagt, nachdem sie dem Ghost-Mastermind zwischen Juli und Oktober 2025 wiederholt Nachrichten, Zahlungsaufforderungen und Briefe geschickt hatte.

Ruhe und Frieden, bitte

Zunächst hat die Dame dem Musiker lange SMS-und WhatsApp-Nachrichten zukommen lassen, in denen sie den Ghost-Chef ausgiebig beweihräuchert hat. Als Forge die Nummer der Frau blockiert hatte, ging sie dazu über dem Okkult-Rocker Einschreiben zu senden. Tobias hat die Briefe nie abgeholt — bis auf die jüngste Sendung, welche ein Handy enthielt, das augenscheinlich nicht mehr originalverpackt war. Das hat das Faß für Forge zum Überlaufen gebracht, woraufhin er sich an die Polizei wandte.

„Ich wollte es nicht in meiner Wohnung behalten, also legte ich es auf den Balkon, bevor ich es der Polizei übergab“, gab Forge bezüglich des Smartphones an. „Ich bin ziemlich zurückhaltend, wenn Leute versuchen, mich zu kontaktieren, aber im Lauf der Jahre hatte ich etwa ein Dutzend Stalker. Allerdings hat niemand etwas so Aufdringliches und Bedrohliches getan, wie mir ein Handy zu schicken. Es wäre nicht gut gewesen, wenn ich beispielsweise an einer geheimen Adresse gewohnt hätte. Mit diesem Handy war meine Grenze erreicht.“

Komische Angelegenheit

Des Weiteren heißt es im vorläufigen Untersuchungsbericht: „Der Kläger empfindet die Kontaktversuche und Handlungen der Täterin als beleidigend, aufdringlich und übergriffig.“ Bei den Zahlungsaufforderungen handelt es sich um mehrere Swish-Anfragen für 5000 Schwedische Kronen (circa 456 Euro)— Swish ist ein schwedisches Zahlungssystem für Smartphones.

„Früher hatte ich Treffen mit meinen Fans, zum Beispiel bei Autogrammstunden, aber das musste ich wegen einiger merkwürdiger Vorkommnisse einstellen. Es ist möglich, dass sie bei so einer Veranstaltung war und ich sie dort getroffen habe, aber ich hatte keinerlei Kontakt zu ihr. […] Ich hatte schon zuvor hartnäckige Verfolger, die meisten von ihnen sind ziemlich harmlos, aber an dieser Sache ist etwas seltsam.“ Laut Aftonbladet laufen gegen die Dame überdies noch andere Verfahren wegen Stalking, sexueller Nötigung sowie mehrfacher Körperverletzung an zwei weiteren Personen. Sie bestreitet alle Vorwürfe.

Die Dame selbst behauptet, dass sich der Ghost-Boss und sie zum ersten Mal vor 16 Jahren getroffen haben, seitdem täglich via Messaging-Apps in Kontakt standen und seit September 2025 verlobt seien. Den Behörden wollte sie ihre Chat-Verläufe jedoch nicht weitergeben. Forge bestreitet, die Frau zu kennen oder in irgendeiner Form mit ihr in Verbindung zu stehen. Schadenersatz fordert er nicht: „Ich will ihr Leben nicht noch schlimmer machen. Ich will einfach nur, dass sie mich in Ruhe lässt und niemandem sonst wehtut.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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