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Ian Watkins: Zwei Männer des Mordes angeklagt

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Der frühere Lostprophets-Sänger Ian Watkins lebt bekanntlich nicht mehr. Bei einem brutalen Angriff am 11. Oktober starb der verurteilte Kinderschänder im Hochsicherheitsgefängnis HMP Wakefield, wo er inhaftiert war (Original-Meldung vom 12. Oktober). Nachdem bereits zwei Verdächtige ausgemacht wurden, sind die beiden Insassen nun des Mordes angeklagt worden.

Prozess im nächsten Frühjahr

Hierbei handelt es sich um Rashid Gedel (25 Jahre alt) und Samuel Dodsworth (43). Am Morgen des 13. Oktober wurden die beiden Männer dem Richter am Amtsgericht von Leeds vorgeführt. Anschließend hat man die Sträflinge wieder in Untersuchungshaft genommen. Am gestrigen Dienstag stand ein Termin vor dem Staatsgericht von Leeds an. Dabei hat Richter Guy Kearl KC ein vorläufiges Datum für den Prozessbeginn festgesetzt: Das Verfahren soll am 5. Mai 2026 starten. Zu erwarten ist, dass es zwischen zwei und drei Wochen dauert. Am 12. November 2025 findet eine Vorbereitungsanhörung statt.

Nachdem die Insassen am Samstagmorgen aus ihren Zellen entlassen worden waren, haben die beiden Attackierenden dem 48-jährigen Ian Watkins die Kehle durchgeschnitten und dabei die Halsschlagader durchtrennt, woraufhin der Musiker verblutete. Wie die britische Zeitung The Sun berichtet, waren Wärter „in der Nähe und eilten blitzschnell zum Tatort“: „Doch sie konnten nichts tun und ihn nicht retten. Es war ein schrecklicher Anblick — überall Blut, Alarme und Sirenen.“

Bereits 2023 wurde der überzeugte Pädophile von Mithäftlingen als Geisel gehalten und mit einer angespitzten Toilettenbürste schwer verletzt. Noch während seiner Haftstrafe hat Ian Watkins versucht, junge Frauen mit Kindern für sich zu gewinnen. Ex-Freundin Joanne Mjadzelics, die maßgeblich an der Aufdeckung seiner Verbrechen beteiligt war, gab jüngst gegenüber der Daily Mail zu Protokoll: „Das ist ein großer Schock. Aber ich bin überrascht, dass es nicht früher passiert ist. Ich habe immer auf diesen Anruf gewartet. Vom ersten Tag an, als er ins Gefängnis kam, lief er mit einer Zielscheibe auf dem Rücken herum.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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Englischer Politiker zollt unwissend Tribut an Ian Watkins

Der rechtspopulistische britische Politiker Nigel Farage ist auf einen Trick hereingefallen, der dazu führte, dass er dem verstorbenen Sexualstraftäter Ian Watkins in einem Video gedachte. Auf der Plattform Cameo können Nutzer für personalisierte Videos bezahlen - das hat sich ein Witzbold zunutze gemacht. Gekauftes Gedenken Farage, der seine Dienste auf Cameo anbietet, sagte Folgendes in seinem Gedenkvideo: "Diese Nachricht soll Ian Watkins Tribut zollen. Ein guter Mann, ein sehr guter Kerl, der auch mit mir in Kontakt stand. Er liebte seine Kinder und wird für immer schmerzlich von ihnen vermisst werden." Weiter hieß es: "Er wird immer einen besonderen Platz in…
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