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Ihsahn: Zehn Alben, die sein Leben veränderten

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Das Spektrum des musikalischen Geschmacks von Ihsahn reicht von Extreme Metal bis hin zu orchestralem 1960er-Jahre-Pop. Doch eines haben alle seine Faves gemeinsam. „All diese Scheiben wurzeln in Integrität und Echtheit“, so der norwegische Musiker, der mit Emperor einst den Grundstein für modernen Black Metal legte. Der seit Längerem mit Progressive Metal erfolgreiche Solokünstler, welcher im September 2020 die EP PHAROS veröffentlichte, gab METAL HAMMER UK Einblicke in seine favorisierten Alben – chronologisch sortiert in der Reihenfolge, in welcher er sie für sich entdeckt hat.

Iron Maiden SEVENTH SON OF A SEVENTH SON (1988)

„Als ich 13 Jahre alt war, nahm mein Vater mich mit zu einem Iron Maiden-Konzert der ,Seventh Tour Of A Seventh Tour‘. Mit zehn Jahren hatte ich angefangen, Gitarre zu spielen und hatte Spaß daran. Doch als ich Bruce Dickinson auf der Bühne herumspringen sah, wusste ich: Es gibt keinen Plan B“, erinnert sich Ihsahn an einen wichtigen Moment seines Lebens. „SEVENTH SON OF A SEVENTH SON war ein Wendepunkt für mich. Seither komponiere ich nur noch für Twin Guitars.“

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Als damals Black Metal hochkam, die Kirchen brannten und all das, wurde Nicko McBrain gefragt, was er von diesen verückten Typen hält. Er sagte: ,Was für ein Haufen Schwachköpfe!‘, oder etwas in der Art. Damals dachte ich: ,Wow, Nicko McBrain kennt unsere Band‘. Später durfte ich ihm bei den METAL HAMMER AWARDS die Hand schütteln. Aber ich habe ihm nicht gesagt, wer ich bin.“

Judas Priest SAD WINGS OF DESTINY (1976)

„Lange Jahre war PAINKILLER mein Lieblings-Judas Priest-Album. Doch dann höre ich SAD WINGS OF DESTINY zum ersten Mal, und ich dachte: ,Wow, so ein gehaltvolles Album. The Reaper, Victim Of Changes, progressive Elemente, Passagen, die nach frühen Queen klingen.‘ Für mich war es eine große Inspiration, dass dieselbe Band zwei Scheiben wie SAD WINGS OF DESTINY und PAINKILLER machen konnte.“

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Metallica MASTER OF PUPPETS (1986)

„Ein Cousin von mir gab mir eins eine Kassette, auf der stand nur Metallica – Master Of Puppets. Ich hatte keine Ahnung von der Band, wer sie waren oder wie sie aussahen. Es gab ja noch kein Internet, und Magazine hatten wir auch keine. Ich hatte also nur die Musik, und das war etwas, das ich vorher noch nie gehört hatte. Ich hörte das Album so oft, dass es mir in Fleisch und Blut überging. Aufgrund MASTER OF PUPPETS ließ ich traditionellen Heavy Metal links liegen. Ungefähr um diese Zeit, ich war 13, stieg ich in eine Band ein, in der auch Samoth war.“

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Morbid Angel ALTARS OF MADNESS (1989)

„In Sachen Death Metal gibt es nur einen wahren Sänger: David Vincent. Er ist so gut verständlich und singt mit solch einer Macht. Nicht nur seine gutturale Kraft, sondern auch die Texte und seine Performance: Man nimmt ihm alles ab, was er singt. Mit 14 war ich in einer Death Metal-Band namens Embryonic und versuchte, genauso zu singen wie er.“

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Bathory BLOOD FIRE DEATH (1988)

„Der Inbegriff eines Black Metal-Albums. Quorthon ist für mich der einzige Einfluss hinsichtlich Black Metal-Vocals. Death Metal ist schon immer recht eindimensional – als Ausdruck von Aggression. Black Metal ist extrem und aggressiv, hat jedoch auch eine gewisse Zerbrechlichkeit in sich. Das hört man gut bei Bathory“, so Ihsahn. „Quorthon schwankte von extremem Gesang zu seiner normalen Stimme. Eine Art Verzweiflungsschrei. Im Black Metal kann man Wut und Feindseligkeit ausdrücken, aber auch die schonungslose Darstellung einer Existenzkrise. Zudem gibt es bei Bathory Keyboard und Chöre im Hintergrund, was dem Ganzen ein majestätisches Element hinzufügte.“

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