Im Pit bei: Amon Amarth + Carcass + Hell

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Die schwedischen Death Metal-Könige Amon Amarth haben mit DECEIVER OF THE GODS eines der Death Metal-Alben des Jahres veröffentlicht. Dass Johann Hegg und Gefolge inzwischen zu den ganz Großen gehören, merkt man spätestens an der bis in die letzte Ecke gefüllten Turbinenhalle. Tausende Fans sind an diesem Donnerstag Abend nach Oberhausen gepilgert, um ein gigantisches Fest zu feiern.

Leider scheint es allerdings einige Unstimmigkeiten in der Organisation zu geben. Als die meisten Fans die Halle pünktlich um 20:00 Uhr betreten, sind Hell schon längst fertig und auch Carcass liegen bereits in den letzten Zügen. Ziemlich ärgerlich, denn vor allem die vielen anwesenden Carcass-Fans sind verärgert über diesen Zeitfehler. Anscheinend wurde bereits eine Stunde früher angefangen.

Immerhin bekommt man noch gut drei Carcass-Songs mit. Vor allem bei ‘Captive Bolt Pistol’ vom aktuellen Album SURGICAL STEEL merkt man eindeutig, dass sich die Briten um Sänger Bill Steer nach langer Abwesenheit nicht vor heutigen Szene-Größen wie Amon Amarth verstecken müssen. Gewaltiger Auftritt, wenn auch nur ein kurzes Vergnügen. Denn um kurz nach 20 Uhr muss die Bühne bereits wieder geräumt werden.

Nun müssen Amon Amarth definitiv alles geben, um über die verpassten Vorbands hinweg zu trösten. Wer die schwedischen Death Metal-Superstars kennt, der weiß allerdings auch, dass man bei einem Amon Amarth-Gig definitiv nie enttäuscht wird.

Das Set wird mit ‘Father Of The Wolf’ vom aktuellen Album DECEIVER OF THE GODS eröffnet. Frontmann Johann Hegg hat die Menge schon zu Beginn gut im Griff, was sicher nicht zuletzt an seiner enorm imposanten Erscheinung liegt: Statur wie ein Bär, Präsenz wie Odin himself.

Im Anschluss geht es direkt weiter mit neuen Songs: Der Titel-Track ‘Deceiver Of The Gods’ gesellt sich zu ‘As Loke Falls’ sowie ‘Warriors Of The North’ oder ‘Under Siege’.

Die Setlist glänzt an diesem Abend mit einer Reise quer durch die Amon Amarth-Diskographie. Dabei wird wirklich jeder zufrieden gestellt.

Neben älteren Songs wie ‘Death In Fire’ vom 2002er Album VERSUS THE WORLD oder ‘Runes To My Memory’ (WITH ODIN ON OUR SIDE, 2006) werden vor allem einige Songs vom 2011er Album SURTUR RISING gezockt: Unter anderem ‘War Of The Gods’ oder ‘Destroyer Of The Universe’.

Hits wie ‘Guardians Of Asgaard’ (TWILIGHT OF THE THUNDER GOD, 2008) oder ‘Twilight Of The Thunder God’, bei dem Johann Hegg die Bühne tatsächlich mit einem überdimensionalen Hammer betritt,  dürfen bei dieser gut durchdachten Setlist definitiv nicht fehlen. Neben Fronter Johann Hegg glänzen auch die beiden Gitarristen Johan Söderberg und Olavi Mikkonen.

Auch den letzten Song kann ausnahmslos jeder mitgröhlen: ‘Pursuit Of Vikings’ vom 2004er Album FATE OF NORNS bildet den Abschluss eines gewaltigen Konzerts und die angereisten Fans strömen zufrieden aus den Toren Valhallas.

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