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Iron Maiden: Ex-Mitglied für Hall Of Fame nachnominiert

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Iron Maiden sind dieses Jahr als einzige richtige Heavy Metal-Band für die Aufnahme in die ruhmreiche Rock & Rock Hall Of Fame nominiert. Eine Personalie rief hierbei allerdings Fragen hervor — bis jetzt. Denn der fehlende Musiker wurde nun im Stillen ohne großes Aufsehen nachnominiert. Es handelt sich hierbei um Blaze Bayley, der von 1994 bis 1999 die „air raid siren“ Bruce Dickinson bei den Eisernen Jungfrauen am Mikrofon vertrat.

Positives Signal?

Dass Bayley bislang außen vor gelassen wurde, stieß bei nicht wenigen Fans auf Unverständnis. Unter anderem regte sich Eddie Trunk darüber auf. Der bekannte US-amerikanische Radiomoderator bezeichnete die Nichtberücksichtigung als „ein riesiges Übersehen in Anbetracht dessen, dass sie buchstäblich jede andere Person, die in der Musikgruppe war, miteinschlossen. Die Zufälligkeit davon, wer bei der jeweiligen Band dabei ist oder nicht, ist ein gewaltiges Problem, über das niemand berichtet. Ich nehme dies auch als positives Zeichen dafür, dass Maiden vielleicht reinkommen. Denn warum sollte man sonst jemand weiteren hinzufügen?“

Iron Maiden sind seit dem Jahr 2005 wählbar und waren bereits 2021 und 2023 für die Rock An Rock Hall Of Fame nominiert. Neben Steve Harris und Co. gehen dieses Jahr noch die Achtziger-Ikone Billy Idol, die Britpop-Schwergewichte Oasis, The Black Crowes, Jeff Buckley, Mariah CareyPhil CollinsMelissa Etheridge, Lauryn Hill, INXS, Joy Division beziehungsweise New Order, New Edition, Pink, Sade, Shakira, Luther Vandross sowie der Wu-Tang Clan ins Rennen.

Schlecht gealterte Aussage?

Blaze Bayley nahm zwei Studioalben mit Iron Maiden auf: THE X FACTOR (1995) sowie VIRTUAL XI (1998). Auch heute zockt das Sextett punktuell noch Lieder aus der Phase ohne Dickinson — 2022 spielten die Briten ‘Sign Of The Cross’ von THE X FACTOR sowie ‘The Clansman’ von VIRTUAL XL live.

Richtig scharf auf die Einführung waren Iron Maiden zuletzt nicht unbedingt. Bruce Dickinson gab 2018 in einem Interview mit der Jerusalem Post zu Protokoll: „Ich bin wirklich glücklich darüber, dass wir nicht drin sind. Und ich würde niemals reinwollen. Sollten wir jemals eingeführt werden, werde ich mich weigern. Sie werden meine blutige Leiche nicht da reinkriegen. Rock’n’Roll-Musik gehört nicht in ein Mausoleum in Cleveland. Sie ist eine lebendige, atmende Sache. Und wenn man sie in ein Museum steckt, ist sie tot. Das ist schlimmer als schrecklich, das ist vulgär.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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