Toggle menu

Metal Hammer

Search

Ivan Moody (Five Finger Death Punch) ist 45!

von
teilen
mailen
teilen

Am 7. Januar 1980 wurde der kleine Ivan Lewis Greening in Denver geboren, der im Laufe seines Lebens zunächst als Ghost und später als Ivan Moody bekannt wurde. Obwohl er den meisten Menschen heute als Five Finger Death Punch-Frontmann ein Begriff ist, führte ihn sein Leben über verschiedenste Umwege an den Punkt, an dem er heute steht. Die harten Hooks und reißenden Riffs, die seine Band besonders in den Jahren nach der Jahrtausendwende populär werden ließen, waren nicht immer sein tägliches Brot. Während Moody nun hoffentlich im Kreis seiner Lieben seinen 45. Geburtstag feiert, nutzen wir diesen Tag zum Anlass, in die Vergangenheit zu blicken.

Musikalische Wurzeln

Ivan Moodys Musikkarriere wurde, wie so oft, durch seine Familie in die Wege geleitet. „Meine Oma hat mich in den Chor gesteckt, als ich sieben Jahre alt war“, erzählte er in einem Interview mit Naughty Mickie. „Ich habe das zwar nur zwei oder drei Jahre gemacht, aber die Musik lag mir immer sehr am Herzen und hat mich durch alle Höhen und Tiefen meines Lebens gebracht.“ Bereits mit 16 stand Ivan mit den ersten Bands auf den kleinen Bühnen der Region. „Sie haben mich aus den Bars geschmissen, sobald mein Set durch war“, erinnerte er sich grinsend. 16-Jährige haben schließlich in den USA eigentlich keinen Grund, sich in Kneipen aufzuhalten.

And Justice... Logo - Beanie
Kundenbewertungen
And Justice... Logo - Beanie*
von Five Finger Death Punch
 Preis: € 13,99 Jetzt kaufen bei Metal Hammer Shop!* Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Zuletzt aktualisiert am 7. Januar 2026 um 11:49 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Einen Alternativplan gab es nie, der Sänger verließ sich von Anfang an auf seine noch in den Kinderschuhen steckende Musikkarriere. „Meine Mutter schreit mich noch immer dafür an, dass ich die Schule nicht beendet habe“, gestand er. Anstatt sich auf College-Plätze zu bewerben, wurde er der Assistent eines Produzenten in Los Angeles. Dort knüpfte er erst Kontakte in die professionelle Musikwelt, aber auch in andere Kulturbranchen: „Mein Mitbewohner hat für verschiedene Porno-Firmen die Filme geschnitten. Manchmal haben wir einen Teil unseres Hauses an sie vermietet, um unsere Miete zuverlässig zahlen zu können.“

Die ersten größeren Gigs

Zu dieser Zeit nahm Ivan Greening offiziell den Namen seines Stiefvaters Billy Moody an, unter dem er später berühmt werden sollte. Mit dem neuen, atmosphärischen Namen trat er in Los Angeles der Band Toiz bei, mit der er ein Demo produzierte, das jedoch nie veröffentlicht wurde. 2003, ein Jahr später, wurde er Mitglied der Nu Metal-Band Motograter, die erste große Erfolge verzeichnen konnten. Neben einem Auftritt beim legendären Ozzfest tourten sie auch gemeinsam mit Bands wie Korn, Disturbed, Marilyn Manson und Slipknot durch die Weltgeschichte. Nach der Motograter-Trennung 2005 folgte noch ein Wiedervereinigungs-Konzert 2006, danach wurde es still um die Band.

Der Durchbruch mit Five Finger Death Punch

Der Sänger ließ keine Zeit verstreichen und trat bereits im Juli 2005 Five Finger Death Punch bei. Das reichte ihm jedoch scheinbar nicht an Auslastung, auch sein Nebenprojekt Ghost Machine veröffentlichte fleißig neue Musik. Bis zur Veröffentlichung des FFDP-Debüts dauerte es zwar noch zwei Jahre, das Warten lohnte sich jedoch. THE WAY OF THE FIST schlug in den USA bombastisch ein, und der Durchbruch der Band war in Stein gemeißelt.

Heute ist Moody mit seinen knackigen 45 Jahren bereits Opa. Seine erste Tochter, die nun seit 2020 selber Mutter ist, wurde 1998 geboren und ihre jüngere Schwester 2013. So sehr er sich auch liebevoll öffentlich zu seinen Kindern bekennt, überlagert seine Vergangenheit trotzdem einige düstere Schatten. 2012 gestand er in einem Interview, dass er bereits fast aus Five Finger Death Punch gefeuert wurde, weil sein Alkoholkonsum überhand nahm. Judas Priest-Frontmann Rob Halford fungierte jedoch als sein „Nüchternheits-Coach“ und stand ihm gemeinsam mit Jonathan Davis (Korn) zur Seite, als er sich von der Substanz zu lösen versuchte.

Persönliche Kämpfe & Comebacks

Dem britischen Metal Hammer erzählte er im Gespräch genaueres über seine Erfahrungen mit Alkoholentzug. „Ich habe mich vier Tage lang in meinem Haus eingesperrt. Am vierten Tag kam meine Tochter und brachte mir ein Glas Wasser. Das ist alles, woran ich mich erinnere.“ Auch eine Nahtod-Erfahrung, die aus den Entzugserscheinungen entsprang, brach seinen Willen nicht, dem Trinken ein Ende zu setzen. Das offene Auseinandersetzen mit tiefen Themen wie diesem ist ein großer Grund, weshalb viele Fans sich von ihm und seinen Liedern inspiriert und abgeholt fühlen.

So großartig all dies auch klingt, ein Engel ist Ivan Moody keineswegs. Immer wieder wurde er im Laufe seines Lebens auffällig, auch verhaftet wurde er bereits mehrfach. Stets ging es in seinen Auseinandersetzungen mit dem Gesetz um Themen wie häusliche Gewalt. Seine eigene Schwester gestand gegenüber Metal Injection, dass Moody „eine Geschichte mit Gewalt gegen Frauen“ hat. In den letzten zehn Jahren tauchten jedoch keine neuen Vorwürfe gegen ihn auf.

Einfluss & Vermächtnis

Ivan Moody ist ein vielseitiger Musiker, der seit Jahrzehnten in der Branche mitmischt und sie geprägt hat. Durch Gastauftritte bei verschiedenen Bands, seine eigenen Projekte und Auftritte in mehreren Filmen ist er ein Mensch, dessen Gesicht stellvertretend für ein Genre steht. METAL HAMMER wünscht ihm an seinem Geburtstag alles Gute!


Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

Nuria Hochkirchen schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

teilen
mailen
teilen
Rob Halford spricht über seine Abstinenz

Bei einem Rock'n'Roll Fantasy Camp in Arizona konnten sich der ehemalige Megadeth-Bassist Dave Ellefson und Judas Priest-Sänger Rob Halford über dessen Nüchternheit austauschen. Der 74-Jährige blickt im Gespräch darauf zurück, wie er trocken wurde und wie es ihm über die Jahre mit der Abstinenz ergangen ist. Er erzählt: "Mein erstes nüchternes Konzert war im Tingley Coliseum, 1986 in New Mexico, Albuquerque. Ich hatte schreckliche Angst. Das erste Mal, dass ich clean und nüchtern sang, war etwas Besonderes. Es war erhebend, die Musik zum ersten Mal pur und ungetrübt in der Realität zu spüren; sich selbst, die eigenen stimmlichen Fähigkeiten und…
Weiterlesen
Zur Startseite