Papa Roach-Sänger Jacoby Shaddix geht sowohl in seiner Musik als auch bei Auftritten immer ehrlich mit seinen Problemen um. Außerdem setzt er sich, beispielsweise in Zusammenarbeit mit Metality, aktiv für mehr Aufmerksamkeit auf psychische Gesundheit ein. In einem Interview mit Bunnie XO erklärt er, wie sein Glaube an Gott ihm bei seiner Sucht besonders geholfen hat.
Ringkampf
Er sagt: „Mein Glaubensweg war wie ein Ringkampf. Er hat mit meiner Nüchternheit begonnen. Ich ging zu Treffen und Genesungshäusern. Sie sagten mir, ich müsse zu Gott oder einem Gott meines Verständnisses finden. Das war viele Jahre lang eine Reise für mich.“
Er führt weiter aus: „Die zwei Dinge, die ich niemals sein wollte, waren trocken und ein Christ. Und jetzt bin ich hier: Ein Anhänger und nüchtern. Es war ein steiniger Weg, mit vielen Rückschlägen und vielen Fragen. Ich habe mich oft dem Willen Gottes gebeugt, bin ihm gefolgt und habe mich dann entschieden, mein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen, um mich schließlich immer wieder in diesem tiefen, dunklen Loch wiederzufinden.“
Überzeugter Anhänger
Jetzt hat sich der Sänger seinem Glauben ganz hingegeben: „Ich bin jetzt ein überzeugter Anhänger. Ich habe eine Bibelstunde mit einem Freund zusammen. Das verwirrt mich, weil ich beginne, verschiedene Ebenen der Freiheit und der Selbstbindung zu erleben. Einige Dinge, die ich früher akzeptabel fand, hinterfrage ich jetzt, weil sie mein Wachstum hindern und Beziehungen zerstören. Sie sind wie ein kleines Geheimnis, das ich versteckt halte. Und je mehr ich mich von diesen Dingen säubere und im Licht laufe, desto überzeugter bin ich, dass das der richtige Pfad ist.
Denn ich habe den anderen Weg, Rock’n’Roll, schon ausprobiert. Ich wollte meinen Glauben ursprünglich nicht teilen, weil es nicht cool und nicht Rock’n’Roll ist. Aber ich bin nicht hier um zu beweisen, dass ich ausgefallen und rockig bin. Das habe ich schon mal versucht und habe gesehen, wohin es mich geführt hat“, sagt Shaddix.
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