Joe Satriani: „Kirk Hammett war ein motivierter Gitarrenschüler“

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Mit Kylie Olsson sprach Rocklegende und ehemaliger Gitarrenlehrer Joe Satriani über einen seiner inzwischen berühmtesten Schüler. Der Musiker, der 1987 mit dem Album SURFING WITH THE ALIEN Berühmtheit erlangte, erinnert sich gerne an die Zeiten zurück, zu denen er Metallicas Kirk Hammett Unterricht gab. Und das „großartige Ergebnis“ seiner Arbeit hallt bis heute nach.

Die Anfänge von Kirk Hammett

„Kirk war so ein motivierter junger Schüler. Ich meine, er konnte schon ziemlich gut spielen, bevor ich ihn das erste Mal traf“, erzählte Satriani. „Er spielte bereits Leadgitarre in der Band Exodus, als er anfing, Unterricht zu nehmen. Als es mit Metallica dann anfing, begann er, zwei Stunden pro Woche zu nehmen. Er war so motiviert, er war so ein guter Schüler. Er wusste genau, was er wollte. Er war richtig hungrig. Es war also großartig.

Und er war tatsächlich mein allerletzter Schüler. Die allerletzte Stunde, die ich Anfang Januar 1988 gab, war für Kirk. Und am nächsten Tag war ich zum ersten Mal in meinem Leben als Solokünstler unterwegs. Es war also alles sehr aufregend für uns beide.“

Später erzählte Joe Satriani stolz von einem Auftritt in Quebec City, bei dem er als Vorgruppe von Metallica aufgetreten war. „Es ist etwas Besonderes, wenn man wieder mit jemandem zusammenkommt, bei dem man weiß, wo der Ursprung lag. Und man ist erstaunt, wo man gelandet ist. Das ist eine tolle Sache.“

Das Thrash-Manifest

Bereits 2020 sprach Joe Satriani mit dem Detroiter Radiosender WRIF über den Einfluss, den Metallicas Album MASTER OF PUPPETS (1986) auf das Thrash Metal-Genre ausübte. „Manchmal weiß man nicht, wie großartig eine Platte ist. Denn zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wird die Wahrnehmung durch die Erwartungshaltung und die Beziehung zu den Platten, die im selben Jahr veröffentlicht wurden, etwas getrübt“, sagte er.

„Aber nach einer gewissen Zeit erkennt man, welche Platten nur im Trend lagen und vielleicht nicht so gut waren – und welche Platten einfach immer besser wurden. Und das ist eine dieser Platten, die immer besser wurde, und die Leute begannen zu erkennen, dass sie wichtig ist, weil sie eine ganze Generation von Thrashern beeinflusst hat. Die Platte war einfach so stark. Die Songs waren stark. Ein ganzes Genre hat sich daraus kristallisiert. Ich denke, dass KILL ‚EM ALL das Genre geschaffen hat, aber mit MASTER OF PUPPETS haben sie es verfeinert.“

„Das richtige Maß an Wut auf die ältere Generation“

Auf die Frage, ob Satriani es für möglich gehalten hätte, dass einer seiner Schüler zu einem der erfolgreichsten Metal-Giganten erwachsen würde, antwortete er: „Das habe ich. Es ist lustig, dass du mich das fragst, denn ich erinnere mich, wie ich in den früher achtziger Jahren zu den Proben ging und meinen anderen Jungs sagte: ‚Da sind diese Kids, die ich tagsüber unterrichte, und sie werden die Welt verändern.‘ Also spielte ich ihnen etwas vor, und sie sagten: ‚Das wird sich nie jemand anhören. Das wird nie im Radio laufen.‘ (…) Ich dachte, sie wären verrückt. Denn wenn ich Jungs wie Alex Skolnick oder Kirk Hammett gegenübersaß, konnte ich sehen, dass sie sich in Genies verwandeln würden, denen nichts im Weg stehen würde. (…)

Sie haben hart geübt und sie wussten, was sie wollten. Sie wollten die Welt verändern, und das haben sie auch getan. Dafür hatten sie genau das richtige Maß an Wut auf die ältere Generation – was so notwendig ist, wenn man so jung ist.“

Hammett erinnerte sich 2017 in einem Interview mit dem Radiosender CFOX aus Vancouver an seine erste Unterrichtsstunde mit Joe Satriani. Damals sagte er: „Es war wirklich sehr ergreifend. Seine erste Lektion für mich war: ‚Lerne deine Lektion. Verschwende nicht deine Zeit, verschwende nicht meine Zeit. Ich erwarte, dass du in einer Woche alles kannst, was ich dir gegeben habe.‘ Das habe ich versucht, und er hat mich fertig gemacht. Aber nach einer Weile nahm ich zwei Stunden pro Woche bei ihm Unterricht. Ich war so durstig nach dem, was er mir zu bieten hatte, dass ich nur noch dachte: ‚Mach weiter so! Das ergibt alles einen Sinn. Ich will mehr lernen.‘“

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