Jon Bon Jovi mochte ‘Livin‘ On A Prayer’ anfangs nicht

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Der wahrscheinlich größte Hit von Bon Jovi dürfte die Arbeiterhymne ‘Livin‘ On A Prayer’ darstellen. Doch laut ihrem Songwriting-Kollaborateur Desmond Child hegte Bandboss Jon zunächst eine Abneigung gegen den Song. Der Sänger fand, das Stück würde nicht hart genug rocken, und wollte es zuerst nicht auf SLIPPERY WHEN WET packen. Doch Child und Gitarrist Richie Sambora vermochten den Frontmann letztlich umzustimmen.

Lied mit Eigenleben

„Dem Lied wohnt eine Majestät inne“, urteilt Desmond im Interview mit „Rock Pages“. „Eine Art Auftrieb, der einfach Hoffnung verströmt. Doch zu dieser Zeit dachte Jon Bon Jovi darüber nach, eher eine Hard Rock-Platte zu machen. Klar, der Track ist ein wenig sentimental. Er ist etwas soft. So sagte Jon: ‚Ich hatte gehofft, wir könnten härter rocken.‘ Und Richie und ich warfen uns buchstäblich auf die Knie und flehten ihn an, das Lied aufzunehmen. Halb im Scherz, halb in echt. ‚Nimm es einfach auf! Schau, was passiert.‘ Sobald sie also anfingen, es einzuspielen: Magie! Und jeder hat es gespürt.

Es gab keinen Weg mehr zurück. Der Song hat Eigenleben. Er hat das wirklich. So viele Menschen, so viele Generationen kennen das Stück. Manchmal wissen sie nicht einmal, wo das Lied herkommt oder wer der Künstler ist. Der Song ist einer von diesen.“ Desmond Child muss es natürlich wissen. Neben ‘Livin‘ On A Prayer’ hat er für Bon Jovi unter anderem noch ‘You Give Love A Bad Name’ und ‘Bad Medicine’ geschrieben. Darüber hinaus versorgte er zum Beispiel Aerosmith (‘Dude (Looks Like A Lady)’, ‘Angel’, ‘Crazy’), Alice Cooper (‘Poison’) und Joan Jett (’I Hate Myself For Loving You’) mit Rock-Schlagern.

🛒  SLIPPERY WHEN WET JETZT BEI AMAZON HOLEN!


Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

teilen
twittern
mailen
teilen
Kirk Hammett: Metallica haben vor dem Streaming gewarnt

Die betagteren Semester unter den Lesern werden sich noch erinnern: Lars Ulrich machte sich Anfang der Nullerjahre extrem unbeliebt mit seinem Kampf gegen die Filesharing-Plattform Napster. Der Schlagzeuger und seine Band Metallica kamen dabei als geldgierige Rocker rüber. Dabei hatten sie ihre Fans zuvor noch angeregt, ihre Alben untereinander auf Kassetten zu tauschen. Prophetische Eingebung? Wenngleich Ulrich grundsätzlich sicher einen Punkt hatte: Eine Plattform, die das kostenlose Tauschen von Musik ermöglicht, deren Rechte sie nicht besitzt, schmälert die Einnahmen der Künstler. Dem Metallica-Drummer ging es um das Grundsätzliche. Nun hat sich das Musikgeschäft weiterentwickelt -- und aus dem Filesharing ist…
Weiterlesen
Zur Startseite