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Kiss-Interview zum neuen Album MONSTER: Überlebens-groß

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Entgegen aller besungenen Behauptungen beginnt der Kiss-Arbeitstag anno 2012 pünktlich um neun Uhr dreißig. Gut, abends wird mit einem kuscheligen 2000-Mann Gig im Londoner HMV-Forum (METAL HAMMER berichtete) das ‘Rock And Roll All Nite’-Credo noch erfüllt, doch anstelle eines „Party every day“-Programms steht für Gene Simmons und Eric Singer an diesem wechselhaften britischen Sommermorgen ein prall gefüllter Pressetermintag an.

Schließlich gibt es diverse Erweiterungen der Kiss-Produktpalette vorzustellen, allen voran das neue Album MONSTER. Die andere, gleichnamige brandaktuelle Devotionalie findet sich derweil im englischen Landhausstil-Konferenzraum des Interview-Hotels schon ansprechend aufgebahrt. Im praktischen 90×76 cm-Ausmaß und mit großformatigen Fotoseiten, die das jugendzimmerliche DIN A1-Posterformat somit locker in die Tasche stecken, ist dieser beeindruckende Geschichtsbildband ein wahrlich beachtlicher Kiss-Klopper. Oder, wie Paul Stanley es bereits treffend formulierte: „Das ist kein Buch für den Wohnzimmer-Beistelltisch – das ist ein Beistelltisch.“

(…)

Führung im MONSTER-Truck

Kiss erleben in der Besetzung Stanley, Simmons, Singer und Thayer momentan ihren dritten Frühling, so viel steht fest. „Wir vier ziehen an einem Strang. Einer für alle, alle für einen. Die Musik ist super, die Chemie stimmt, alle in der Band singen und wir geben einander Rückendeckung. Dazu schreiben auch alle Songs – das ist ein echter Wagen mit Vierradantrieb. Und genau das ist das einzige, was wir von Kiss immer erwarteten. Die Band wurde daraufhin ausgelegt – wir wollten immer wie die Beatles auf Steroiden sein“, fasst Gene den momentanen Status zusammen und holt noch weiter aus: „Jedes Mitglied in der Band ist wichtig, jeder ein Star, der mal ans Mikro und ins Scheinwerferlicht darf. Die Band ist in super Form. Vielleicht besser denn je.“

(…)

Dass Stanley Singer und Thayer im Studio an die Hand nimmt, überstrapaziert die Vorstellungskraft jedoch auch nicht so weit wie ein wohlmögliches Szenario, in dem Paul Gene im Aufnahmeraum verbindliche Direktiven erteilt – um unsererseits bei der etablierten Autoanalogie zu bleiben. „Es sind weniger Anweisungen oder Befehle, sondern eher Anregungen, die er gibt. Im Sinne von: Probier das mal so und so aus“, rückt Gene dann auch schnell gerade. „Manchmal kam Paul mit bestimmten Arrangements an, die wir dann auseinandergepflückt haben. Selbst wenn alles schon fast im Kasten war. ‘Hell Or Hallelujah’ war so ein Fall. Das Stück war quasi fertig, aber mir gefiel der Chorus nicht so richtig. Mir sind dann noch ein paar Melodielinien eingefallen, und dann haben wir uns hingesetzt und das Ganze noch mal umgeschrieben. Andersherum genauso: ‘Wall Of Sound’ habe ich mit Paul zusammen geschrieben und hatte darin ein paar komplett fertige Zeilen. Als ich diese dann singen wollte, meinte Paul, dass der Text so nicht richtig funktioniert, also haben wir das auch umgeschrieben. Unser Ansatz war, dass wir uns alle gegenseitig anspornen und fordern“, so Simmons.


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