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Kvelertak: Der etwas andere Nachbericht

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Keine Schlangen vor der „Bar“

Ivar beklagt, dass er niemanden zum Anspucken findet. Trotz der offensichtlich etwas befremdlichen Konzertsituation hat das Ganze auch sein Gutes: Keine heftigen Drängelaktionen oder lange Schlangen vor der „Bar“ und auf dem Weg zur Toilette. Wem das aber arg das Konzert-Feeling zerstört, der kann ja einfach knapp zehn Minuten vor der Badtür warten, bevor er diese öffnet.

Kvelertak halten sich in ihrer Song-Auswahl fürs Internet-Konzert an die Setlist ihrer abgebrochenen Tournee. Bei ‘Blodtorst’ und dem anschließenden ‘Berserker’ kann man sich nur vorstellen, wie das Publikum anfängt zu toben oder selbst hemmungslos auf dem Sofa umherspringen. Apropos Publikum: wenn auch kein Blick in die Runde, wer sich so alles beim Konzert „befindet“, zeigt die Kommentarspalte, in der – wie auch so oft bei Konzerten – einige Leute nahezu pausenlos am Sabbeln sind. Nach dem vermeintlichen Ende hagelt es virtuelle Rufe nach einer Zugabe, denen die Band – so oder so – mit zwei Zusatznummern nachkommt.

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Hoffentlich nicht die Zukunft der Konzerte

Erstaunlicherweise können Kvelertak selbst auf dem Bildschirm mit ihrer Live-Energie anstecken – wenn auch natürlich längst nicht so sehr wie in einem lauten, hitzige Club. Nicht wirklich begeistert schaut eigentlich nur die Katze. Die Videoübertragung ist gut umgesetzt, mehrere Kameras verfolgen das Treiben, die Band-Mitglieder bewegen sich auch bestens im freien Raum vor den Aufnahmegeräten, und der Sound sitzt.

Wie er aus den Empfangsgeräten ballert, ist natürlich auch abhängig von eben dessen Beschaffenheit und der jeweiligen Boxenausstattung. Ziemlich großartig sind auch die witzigen kurzen Ansagen von Sänger Ivar, bei denen man sich tatsächlich irgendwie angesprochen fühlt und wenigsten ein bisschen das Gefühl von Verbundenheit aufkommt. Mit dem Track ‘Kvelertak’ schließt die Band ihr Set, das ein bisschen abrupt endet und nicht ganz bis zur letzten Note durchhält. Der Grund dafür war wohl ein ausgelöster Feueralarm – Ups!

Zusammenfassend kann man sagen: Gute Idee, brilliante Umsetzung, aber hoffentlich nicht die Zukunft der Konzerte.

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