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Außergewöhnliche Musik-Genres

Lauschaffäre: Was ist eigentlich Djent?

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Manche scheinen Gefallen daran gefunden zu haben, gewissen Bands schier unendliche Genre-Bezeichnungen zu verpassen. Klar, die musikalische Komplexität der Lieblingsband soll nicht beschnitten werden, sprich: Bands als Heavy Metal oder Prog Metal einzuordnen, reicht manchmal einfach nicht aus. Ein schönes Add-on ist jener Begriff: Djent. In folgender Übersicht gehen wir auf Definition, Ursprung und Geschichte des Djent ein. Dabei tasten wir uns unter anderem an die Fragestellung heran, ob der Djent nur ein bestimmter Akkordanschlag auf der Gitarre bleibt – oder doch ein komplettes Genre (inklusive Szene) am Begriff hängt.

Meshuggah

„Es tut uns sehr leid, dieses Genre geschaffen zu haben.“ Diese Worte stammen von niemand Geringeres als Mårten Hagström, Meshuggah-Gitarrist und damit Djent-Urvater. Seiner Einschätzung nach war die Geburt des Djent mehr Missverständnis als alles andere; ein betrunkenes noch dazu. Zeitsprung: Lead-Gitarrist Fredrik Thordendal trank mitten am Tag einen über den Durst, wollte trotzdem einem langjährigen Fan verklickern, wie Meshuggah denn immer zu diesem ganz besonderen Sound käme. Der Fan verstand nicht mehr als „dj-, dj-, dj-“ – und schloss daraufhin auf ein ihm unbekanntes schwedisches Wort: Djent. Wir markieren den ersten Atemzug.

In der Welt der Normalsterblichen bedeutet ein Missverständnis eher, dass man vielleicht verpeilt, Freund*in von besagtem Treffpunkt aufzugabeln. Oder ein Jever statt Rothaus von der Bar mitbringt. In Meshuggahs Welt bedeutet ein Missverständnis, den Grundstein für eine komplette Bewegung zu legen. Schon ihr erstes Album DESTROY ERASE IMPROVE hinterließ Spuren in der jungen Djent-Welt, Meshuggah ging mit Machine Head, Clawfinger und Hypocrisy auf Tour. 1998 legten sie mit CHAOSPHERE nach. Der Name ist Programm. Anstatt sich dem Mainstream zu beugen, hauen die Schweden ein Brett nach dem anderen raus. Und denen fehlte es in Sachen Brachialität, Polyrhythmik und Komplexität an nichts.

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Live Nation will Bands weniger für Konzerte zahlen

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