Leben im Hier und Jetzt: Michael Schenkers Lebensphilosophie

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Auf dem walisischen Steelhouse-Festival hatte das Totalrock-Radio den ehemaligen Scorpions– und UFO-Gitarristen Michael Schenker für ein Interview zu Gast. Dabei gab er einige persönliche Details preis, die dem ein oder anderen Fan bislang nicht zu Ohren gekommen sein dürften. Wie sich während des Gesprächs herausstellt, lebt das Ausnahmetalent an der Gitarre trotz seiner bemerkenswerten Etappen innerhalb der rühmlichen Musiklaufbahn immer noch am liebsten im Hier und Jetzt.

Michael Schenker: „Die Vergangenheit ist Geschichte. Ich muss sie nicht wieder erleben.“

Der erfolgreiche Musiker, der als „German Wunderkind“ in den 70er-Jahren in die Musikgeschichte einging, blickt wider Erwarten ungerne in die Vergangenheit, wenn er sich stattdessen auf die Gegenwart konzentrieren kann. Woher er diese Einstellung habe, das wisse er nicht genau. Trotzdem hält er fest:

„…doch irgendwie fühlt es sich für mich natürlich an. Ich verstehe das Konzept, dass das, was morgen kommt, noch nicht da ist und ich nicht weiß, ob ich morgen noch leben werde. Und das, was gestern war, ist vorbei – es ist erledigt – also gibt es nur noch einen Ort.“

Dass ihn seine wahre Natur darin auszeichnet, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und sich ebenso wenig auf die Zukunft zu konzentrieren, sei für ihn der einzig richtige Weg. Sicherlich auch dann, wenn es um das Komponieren neuer Stücke geht:

„Jeder erlebt neue Ideen zu unterschiedlichen Zeiten. Wir alle haben einen anderen Weg, also gibt es kein Richtig oder Falsch. Und es gibt keinen bestimmten Zeitpunkt, zu dem wir Erkenntnisse haben müssen. Sie kommen, wenn sie kommen – für jeden Menschen zu unterschiedlichen Zeiten und aus unterschiedlichen Gründen.“

Schenker: „Als Geist auf einer Mission“

Weder an Ort, noch an Zeit gebunden, scheint der persönliche Schlüssel zum Seelenfrieden für den Frontmann der Michael Schenker Group in der (kreativen) Freiheit zu liegen. Auf die Frage hin, wie man ihn bestenfalls in Erinnerung behalten sollte, führt er – auf gewisse Weise transzendental inspiriert – aus:

„Ich bin ein Geist auf einer Mission und verbreite die Freude an der Musik aus einem Ort des reinen Selbstausdrucks. Genau so möchte ich in Erinnerung behalten werden.“

 

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