Während ihres Aufenthalts in Deutschland haben Linkin Park kürzlich ganz offiziell eine Band-Dokumentation mit dem Titel ‘Unshatter’ ankündigt. Die Ankündigung wird von einem kurzen, emotionalen Trailer begleitet. Dieser deutet darauf hin, dass der Dokumentarfilm die Wiedergeburt der Band nach dem Tod von Chester Bennington beleuchtet. Der Sänger nahm sich 2017 während der laufenden Tournee zum damaligen Album ONE MORE LIGHT das Leben.
Gegenüber BBC News hat Mike Shinoda jüngst einen kleinen Einblick gewährt, worum es in dem Film geht und warum sich die Band dazu entschieden hat, diesen Weg zu gehen. „Ich habe das Gefühl, dieses Projekt lag schon lange in der Luft“, beginnt Shinoda seine Ausführungen. „Schon vor Chesters Tod ging es Joe darum, als Filmemacher tätig zu sein. Er wollte immer etwas schaffen, das den Leuten unser Universum ein Stück weit näherbringt. Doch nach Chesters Tod war plötzlich alles anders… Wir dachten nicht einmal mehr, dass wir überhaupt noch eine Band wären; alles schien sich in Luft aufzulösen.“
Aufklärung statt Reality-TV
Dieser Schwebezustand hielt eine ganze Weile an. Als Mike Shinoda und Co. Sängerin Emily Armstrong und Schlagzeuger Colin Brittain kennenlernten, begannen sich die Dinge allmählich wieder zu fügen. Also „begannen wir, das Geschehen zu filmen. Schließlich wurde uns klar, dass viele Menschen die Kultur der Band nicht verstehen – nicht nur uns als Personen, sondern die gesamte Community rund um Linkin Park. Doch sowohl die Leute innerhalb dieser Blase als auch Außenstehende wollten wissen: Wie habt ihr nach dieser Tragödie – dem Verlust eures Freunds und Mitbegründers dessen, was wir zwanzig Jahre lang gemeinsam aufgebaut haben – wieder Fuß gefasst?“
Im November 2024 fand in São Paulo der erste Auftritt in neuer Besetzung statt. Dazu meint der Frontmann: „Es war einer der freudigsten und emotionalsten Momente unseres Lebens. Zum Glück waren wir so vorausschauend, während der gesamten Zeit Kameras mitlaufen zu lassen.“ Bezüglich der Art des Films stellt Shinoda jedoch klar: „Denkt nicht an Reality-TV.“
Ihm zufolge habe ein Freund namens Mark einen Großteil der Aufnahmen alleine gemacht. Joe Hahn hat diese in Form gebracht und einen Dokumentarfilm daraus produziert, der „die Geschichte der letzten drei, vier Jahre“ erzählt. Abschließend meint Shinoda: „Weitere Infos folgen bald, aber wir freuen uns sehr darauf. Und ich bin wirklich stolz auf Joe.“ Bislang ist die weltweite Veröffentlichung für „bald“ angesetzt.
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