Toggle menu

Metal Hammer

Search
Spezial-Abo

Maik Weicherts Kolumne: Apfelsaft in Whisky-Flaschen

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Heaven Shall Burn Maik Weichert
Heaven Shall Burn 19.03.2010 Session
Weimar – , Germany

Im Moment ist in den Medien ja mal wieder die Oktoberfest-Saison. Genau das, was sich jeder im Ausland unter Deutschland vorstellt, wird auch vorgeführt. Besoffene Porsche- und BMW-leasende BWL-Studenten feiern was das Zeug hält und es wird gesoffen, dass die Isar stinkt wie die Pissrinne im Steigerwaldstadion. Hier regt sich keiner über angeheiterte Tischtänzer oder komplett komatöse Alkoholleichen auf. Saufen ist hier eben Kult und gehört zum guten Ton und sogar ich sehe ein, dass eine Maß Orangensaft scheiße in der Hand liegt und zudem dem freistaatlichen Kulturerbe ganz und gar nicht gerecht wird. Und sind wir mal ehrlich: dem erfahrenen Metal-Festival-Besucher ringen die Zustände in einem Bierzelt auf der Wiesn nicht mal ein müdes Lächeln ab. Verglichen mit einem Spaziergang über den Wacken-, Full Force- oder Summer Breeze-Zeltplatz ist selbst die härteste Oktoberfest-Party lächerliche Kinderkacke.

Aber bemerkenswert ist die Tatsache, dass jeder glaubt, die besoffenen Stino-Typen, die im Oktoberfest-Feature im Boulevardmagazin der Wahl in die Kamera lallen, stehen am nächsten Tag wieder putzmunter in der Sparkassenfiliale am Schalter oder bei Audi am Fließband, während die verlausten Gammler aus dem Wacken-Festival-Bericht ja sowieso alkoholabhängig und obdachlos sein müssen. Die Eltern, die zu Hause sitzen und über den schlechten Einfluss auf ihre Kinder grübeln, haben garantiert keine Szenarien wie das Oktoberfest auf dem Schirm, sondern sinnieren eher über die Drogenhölle auf den Metal-Festivals dieser Welt. Aber warum ist das so? Ich glaube, irgendwie fehlt der Metal-Szene die Scheinheiligkeit! Hier ist Saufen eben nicht nur zum Fasching oder zum Volksfest Kult, sondern gehört quasi zum ideologischen Fundament der Szene. Während der Industriemanager seinen Wodka heimlich in der Schreibtischschublade hat, gehört die Pulle Whisky mit aufs Band-Foto. Trotzdem wage ich zu behaupten, dass in vielen Parlamenten unserer Republik mehr Alkoholiker zu finden sind, als bei einem Tankard-Konzert im Frankfurter Batschkapp.

Axel Jusseit Krefeld Germany

teilen
twittern
mailen
teilen
Slayer-Playlist: Die unterbewertetsten Songs der Thrash-Legende

Alle reden über die Über-Songs von Slayer, doch neben den üblichen Set- und Playlist-Favoriten finden sich auch unterschätzte Perlen im Fundus der Thrash-Titanen. Die METAL HAMMER-Redaktion stellt die ihrer Meinung nach unterbewertetsten Slayer-Songs hier vor: Thorsten Zahn: ‘Epidemic’ Sebastian Kessler: ‘Skeletons Of Society’ Katrin Riedl: ‘Piece By Piece’ Matthias Weckmann: ‘Expendable Youth’ Frank Thießies: ‘I'm Gonna Be Your God’ Lothar Gerber: ‘Disciple’ Petra Schurer: ‘Seasons In The Abyss’ Eike Cramer: "Es gibt unterbewertete Slayer-Songs?" Robert Müller: ‘Scrum’ Matthias Mineur: ‘Playing With Dolls’ Florian Krapp: ‘Wicked’ Marc Halupczok: ‘The Antichrist’ Hört euch hier durch die "etwas andere" Slaylist: https://open.spotify.com/user/metalhammer_de/playlist/6uSQXZBK7LzFZvoG3NqnJy?si=LKuIWyTWRqaLvex4FXMgYQ https://www.youtube.com/watch?v=MIKd6nS2gjs
Weiterlesen
Zur Startseite