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Maik Weicherts Kolumne: Digital Asozial

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Heaven Shall Burn Maik Weichert
Heaven Shall Burn 19.03.2010 Session
Weimar – , Germany

Nun ist es mal wieder soweit, ich sitze im Studiobunker und schreibe neue Songs. Nichts von außen stört, eine konzentrierte und kreative Atmosphäre, es geht gut voran – man schafft richtig was!

Doch dann kam mein „Mithäftling“ Alex auf die Idee, dass unsere neue Kreativschmiede ja auch W-Lan bräuchte, ich fand die Idee super, man hat ja auch noch nebenbei etliches im Internet für die Band zu erledigen. Aber kaum kann man nebenbei im Weltnetz surfen, geht die ganze schöne Konzentration und positive Spannung flöten, die stressige Welt aus der ich mich ausgekoppelt hatte ist mit einem Mal wieder da. Niemand ist in den Raum gekommen, kein Fenster ist offen, kein Telefon hat geklingelt – gar nix. Lediglich nur das Internet ist verfügbar und plötzlich umgibt mich eine Aura von zu erledigenden Sachen, Verbindlichkeiten, Verpflichtungen und Informationsbedürfnissen. Hier eine Mail, da ein Chat, dort eine Community, ein Gästebuch pflegen, die Homepage updaten…

Irgendwie ist das Angebot im Internet wirklich ein Killer für meine Kreativität, ich schalte da oft in einen Modus von oberflächlicher Aufmerksamkeit, aus dem nichts Tiefgründiges entstehen kann. Ein Zeitvertreib, der über die Zeit der Beschäftigung hinaus eigentlich keine Ergebnisse bringt. Es gibt Milliarden von Internetseiten und trotzdem sitze ich manchmal vor meinem Browser und habe keine Ahnung, was ich mir eigentlich anschauen will. Am Ende besuche ich dann immer wieder die vier fünf gleichen Seiten – wie bei einem täglichen virtuellen Routinespaziergang. Da hat man quasi die Möglichkeit durch die Unendlichkeit zu wandern, aber man geht doch nur wie im Gefängnis auf den engen Hof umher.

Wie blöd das eigentlich ist merke ich immer erst, wenn ich ein paar Tage wirklich mal nicht im Internet war. An meinem Leben hat das nichts verändert, ich habe gar nichts verpasst, das Leben bei StudiVZ, Facebook und Co. ist immer noch genauso low und uninteressant wie es schon immer war. Ich hasse mich manchmal selbst dafür, wie viel wertvolle Lebenszeit und Energie mir der Computer abzieht, aber das geht sicher nicht nur mir so. Wie viel effektiver könnten viele Büros arbeiten, wenn nicht die ganze Belegschaft ab Freitagmittag den Youtube-Marathon beginnen und sich lustige Filmchen zeigen würde?

Axel Jusseit Krefeld Germany

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