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Mantas sinniert über Venom-Klassiker WELCOME TO HELL

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Jugendliche Arroganz

In einem Interview auf dem Neuborn Open Air Festival in Wörrstadt reflektierte der ehemalige Venom– und aktuelle Venom Inc.-Gitarrist Mantas die frühen Alben der Band. Insbesondere ging er auf WELCOME TO HELL von 1981 ein, welches eine Low-Budget-Rohproduktion war, die viele Black Metal-Bands beeinflusste.

„Wir waren nie als die besten Musiker auf dem Planeten bekannt, aber ich denke, was wir hatten, war so etwas wie jugendliche Arroganz“, erzählte er. „Als wir damals zum ersten Mal ins Studio gingen, haben wir einfach gemacht, was wir wollen. Wir hatten überhaupt keine Erfahrung. Und WELCOME TO HELL war mein erster Versuch, Songs zu schreiben. Es gab keine Überarbeitungen, keine Umgestaltungen. Wir hatten kein Pro-Tools, Cubase oder Logic. Uns wurden drei Tage gegeben, um ins Studio zu gehen und diese Platte aufzunehmen.“

‘Witching Hour’ würde es heute so nicht geben

Mantas fuhr fort: „Ich wurde oft gefragt, ob wir je WELCOME TO HELL neu aufnehmen werden. Die Antwort ist definitiv nein, denn dieses Album ist ein in der Zeit festgehaltener Moment. Es waren drei junge Typen, die noch unerfahren waren. Wir wussten nicht, was zum Teufel vor sich ging.

 Ich ging mit einem Marshall JCM800, einem ENGL-Lautsprecher, einem schrecklichen blauen Fuzz-Pedal und einer nachgemachten Flying V-Gitarre ins Studio, drehte alles auf 11, und los ging’s. Und wir haben immer noch dieselbe Einstellung, obwohl wir erfahrener sind. Ich habe oft gesagt, als Songwriter wäre es schön, zu dieser Art von Unschuld zurückzukehren.

Ich erinnere mich lebhaft daran, an einem Sonntagmorgen zur Probe zu gehen und zu sagen: ‚Ich habe einen neuen Song‘. Damals war ich so aufgeregt wegen dieses Songs. Und es war ‘Witching Hour’. Aber wenn ich heute das Riff für ‚Witching Hour‘ schreiben würde, würde ich es danach wahrscheinlich löschen.“


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