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Markus Babbel: Aus Liebe zum Riff

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Das komplette Interview mit Markus Babbel findet ihr in der METAL HAMMER-Juniausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

METAL HAMMER: Du legst öfter als Rock- und Metal-DJ auf.

Das wird immer mehr. Die Leute sind scheinbar auf den Trichter gekommen. Das nimmt wirklich Züge an, von denen ich nie geglaubt habe, dass es mal passieren würde. Früher habe ich auch für Freunde aufgelegt, aber nicht Rock und Metal, sondern Siebziger, Achtziger und Neunziger, dann wird es bei mir schon ein bisschen mau. Rock und Metal waren die Revolution meines Bruders und mir gegen unsere Eltern.

Ansonsten waren wir sehr anständige Kinder. Meine Eltern haben 24/7 Schlager angehört – irgendwie mussten wir rebellieren. Und das war dann eben die Musik. Mein Bruder war vier Jahre älter als ich (Gerhard Babbel nahm sich das Leben, als ­Markus 17 Jahre alt war – Anm.d.A.), kam irgendwann auf mich zu und zeigte mir ‘Under Jolly Roger’ von Running Wild. Danach kam er mit Scorpions, Iron Maiden und so weiter an. Das alles haben wir immer schön aufgedreht und zusammen angehört. Diese Leidenschaft ist geblieben, daher habe ich vorhin gesagt, dass ein Traum in Erfüllung geht.

„Je älter ich werde, desto geiler finde ich das.“

Diese Musik richtig laut zu hören, macht richtig Spaß. Als ich Anfang zwanzig war, gab es noch fünf bis sechs Rock-Schuppen in München. In Neuaubing war zum Beispiel das Fantasy, das sämtliche Metal-Genres spielte – von Black Metal über Death Metal bis zu ­Classic Rock. Ich war immer am Samstag beim Mainstream-Rock dort. Das war ein bisschen härter, aber nicht zu hart. Ganz so extrem hart muss meine Musik nicht sein, wobei: Je älter ich werde, desto geiler finde ich das.

MH: Wie du vorhin erwähnt hast, sind die Leute durchaus überrascht, wenn sie hören, dass du Metal magst und auflegst. Würdest du dich selbst als richtiger Metalhead beschreiben?

Als Möchtegern-Metalhead. Ich durfte letztes Jahr in Wacken auflegen, jetzt Mayrhofen. Ich liebe diese Menschen, aber im Vergleich zu ihnen bin ich ein ­Vollamateur, das muss ich gestehen. Aufgrund meiner Tätigkeit davor hat ein gewisser Luxus stattgefunden, was Hotels, Anfahrt und solche Dinge angeht. In Wacken habe ich festgestellt: Ich bin zu alt für diese Scheiße! Ich ­brauche kein Fünf-Sterne-Hotel, aber ein Bett mit Dusche. Da kam ich an meine Grenzen und habe gemerkt: Das ist ein anderes Holz, dafür bin ich definitiv zu weich. Aber ich freue mich immer, wenn ich dabei sein darf.

MH: Gehst du regelmäßig auf Konzerte?

Viel zu wenig. Das ist der Vorteil, wenn man Markus Babbel heißt: Man hat Möglichkeiten, immer mal wieder irgendwo hinzugehen, dort sehr privilegiert zu stehen und oftmals auch die Bands kennenlernen zu dürfen. Aber zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich viel zu selten gehe. Ich bin einer, den man mitnehmen muss. Wenn einer auf mich zukommt und sagt: „Judas Priest spielen in der SAP Arena, soll ich dir eine Karte mitkaufen?“, bin ich dabei.

Schwierige Planung

Das größte Problem bei mir ist der Zeitfaktor, weil ich oft nicht weiß, ob ich am jeweiligen Tag kann. Als Fußball­experte muss man oft sehr spontan sein. Deswegen tue ich mich generell mit der Planung schwer – zum Beispiel auch von Urlauben. Weil ich nicht weiß, was in einem halben Jahr ist. Ich finde es dann immer traurig, wenn ein Megakonzert vor der Tür steht, und dann heißt es: „Übrigens, du musst zum ‘Doppelpass’!“ Oder: „Die U21 spielt, du musst da hin!“ Dann ärgere ich mich immer extrem.

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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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Wacken Open Air 2026: Alle Infos zum Festival

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