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Mastodon entschuldigen sich für homophobe Bemerkung

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Mastodon reüssieren derzeit mit ihrem aktuellen Doppelalbum HUSHED AND GRIM. Doch in einem Interview hat sich Gitarrist Brent Hinds ziemlich in die Nesseln gesetzt. Im Gespräch mit Hatebreed-Frontman Jamey Jasta in dessen „The Jasta Show“ regte dieser sich darüber auf, dass Mastodon einst als Support von Disturbed auftreten und dabei vor Fans spielen mussten, die nicht wirklich auf die Musik der Prog-Sludger stehen. Das sei „gay ass shit“ für ihn.

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Daraufhin hinterließ die LGBTQ-Autorin Morgan Y Evans einen Kommentar unter einem Halloween-Foto von Schlagzeuger Brann Dailor, auf dem er als Judas Priest-Frontmann Rob Halford verkleidet war, der bekanntlich schwul ist. Sie fände es „super beschissen“, dass ein Band-Mitglied „homophobe Sprache“ benutzt habe, um eine Tournee mit Disturbed zu beschreiben. Im Jahr 2021 sei das überhaupt nicht cool. „Ich liebe eure Musik und bin mega sauer über die saloppe Gleichgültigkeit, die es braucht, um ’schwul‘ 2021 immer noch als negatives Wort zu benutzen und diese Art der Assoziation zu normalisieren.“

Glaubhafte Entschuldiung

Mastodon-Drummer Dailor antwortete ihr sowohl privat als auch öffentlich. „Das zieht mich echt runter. Es tut mir sehr leid, dass wir deine Gefühle oder die von jemand anderem verletzt haben. Das ist niemals unsere Absicht. Wir wollen, dass sich unsere Fans aus dem LGBTQ-Lager sicher fühlen, wenn sie unsere Musik hören und auf unsere Konzerte gehen. Wir hegen außerdem keinen Groll gegen Disturbed. Sie waren immer super nett zu uns auf der Mayhem-Tour. Ich glaube, der Interviewer muss Brent an einem schlechten Tag erwischt haben.“

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Laut Dailor gebe Brent für gewöhnlich keine Interviews für die Band — nun ist auch klar, warum. Aus unseren Begegnungen mit Mastodon und Brent Hinds können wir nur sagen: Hinds erschien uns immer als super entspannter, aber nicht allzu reflektierter Typ. Vermutlich war er sich der Tragweite seiner Wortwahl einfach nicht bewusst. Hoffentlich hat er aber nun verstanden, dass es falsch, homophob und antiquiert ist, sich so ausdrücken.

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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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