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Alex Skolnick über Homosexualität im Metal

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Hatebreed-Frontmann Jamey Jasta hat in seiner Radiosendung immer wieder hochkarätige Gäste. Kürzlich schneite Testament-Gitarrist Alex Skolnick herein. Die beiden sprachen unter anderem darüber, warum sich in der Metal-Szene immer noch so wenige Musiker zu ihrer Homosexualität bekennen. Bevor Judas Priest-Sänger Rob Halford 1998 während eines Auftritts auf MTV sein Coming Out hatte, sei die Idee eines schwulen Vokalisten in einer Metal-Band schockierend gewesen. Nun sei es so cool, dass es keine große Sache mehr sei.

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Als Jasta Alex Skolnick fragte, was er denke, warum in den beiden Jahrzehnten seit Halfords Bekenntnis nicht mehr Musiker ihr Coming Out hatten, antwortete der Riff-Arbeiter: „Ich glaube, es gibt so eine Art stillschweigende Vereinbarung. So nach dem Motto: Nicht fragen, nicht sagen.“ So ähnlich wie bei der zurückgenommenen US-Richtlinie im Militär, nach der homosexuelle Amerikaner in der Armee aufgenommen wurden, solange sie ihre wahre sexuelle Identität geheim hielten.

„Ich denke, die Leute sehen das entspannt. Sogar die konservativsten Metal-Fans. Und es gibt konservative Metal-Fans. Ich höre manchmal von ihnen. Die haben eben auch einen Platz am Tisch. Und ich meine, die nehmen das locker, aber sie wollen nicht zu viel davon mitbekommen. Es ist ein bisschen so wie Identitätspolitik. In etwa so: ,Okay, du kannst das machen, aber gibt uns einfach die Musik und lass uns damit in Ruhe…’ Ich kann diese Seite auch verstehen. Ich halte es für eine gute Sache, dass es kein Thema mehr ist.“

Politische Pionierin

Und wo Jasta und Alex Skolnick gerade bei dem Thema waren, fiel dem Testament-Saitenhexer ein, dass er und Lamb Of God-Frontmann Randy Blythe kürzlich die demokratische Politikerin Danica Roem für ihr „Unbuilt“-Magazin interviewt haben. Danica Roem war Sängerin der Melodic Death Metal-Gruppe Cab Ride Home, hieß früher mal Dan und ist die erste Transgender-Politikerin, die im Bundesstaat Virginia als Abgeordnete gewählt wurde.

„Sie ist erstaunlich und gehört dem Abgeordnetenhaus von Virginia an, was das Äquivalent des Staatssenats von New York ist. Dafür hat sie eine Menge Menschen überzeugt – Leute, die normalerweise niemals so jemanden unterstützt hätten. Sie hat sie für sich gewonnen, und das war eine tolle Sache. […] Es gibt also definitiv mehr Diversität, aber wir haben sicher noch einen Weg vor uns.“

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