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Max Cavalera gewinnt Rechtsstreit

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Die Mühlen der Judikative mahlen langsam, aber rechtens. So zumindest sieht es der ehemalige Sepultura– und aktuelle Soulfly-Fronter Max Cavalera. 2014 erschien seine Autobiografie ROOTS, KARMA, CHAOS, in welchem Max auch über Monika Bass, die Ex-Frau von Iggor, Unschönes zu berichten hatte. Daraufhin reichte jene eine Klage wegen übler Nachrede ein und verlangte 1 Million brasilianische Real (aktuell 223.665 Euro) Schmerzensgeld.

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Im Wesentlichen ging es dabei um die Passage, ich welcher Max schreibt, dass er Iggors Frau nie mochte und sie als „bitch“ bezeichnet. „Sie sind zum Glück endlich geschieden. Als ich sie zum ersten Mal traf, wollte sie mich abschleppen. Doch ich wollte nichts mit ihr zu tun haben. Mehrere Wochen später war sie dann mit meinem Bruder zusammen.

Das fand ich ziemlich komisch, als ob er nur die zweite Wahl wäre oder etwas in der Art. Es hat mich immer genervt. Aber er hat sich trotzdem in sie verliebt. An der Art und Weise, wie sie mit Iggor sprach, hat mich stets etwas gestört. Sie sagte Sachen wie ,Mein Vater ist reich: Er kann mir ein großes Haus und wundervolles Leben verschaffen. Also streng dich mal etwas an.‘ Und das tat sie vor allen Leuten.

Ich konnte sie nicht ertragen. Und kann es immer noch nicht. Später bekam ich mit, dass sie Managerin von Sepultura wurde. Sie wollte und bekam unbedingt den Job von Gloria. Sie war Zahnarzthelferin! Wie kann aus einer Zahnarzthelferin eine Managerin werden? Unfassbar.“

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2015 entschied ein Gericht in São Paulo, dass Max 50.000 brasilianische Real (aktuell 11.183,25 Euro) als Aufwandsentschädigung an die Klägerin zahlen sowie seine in drei verschiedenen Publikationen veröffentlichten Kommentare über sie widerrufen solle. Daraufhin legte der Sänger Berufung ein. Seither ruhte der Fall, bis zum 4.10.2019. An jenem Tag wurde die Klage rechtsgültig abgewiesen. Außerdem muss Bass 1% (aktuell 2.236 Euro) der von ihr eingeklagten Summe an Cavalera bezahlen.

„Es fühlt sich sehr gut an, diese Sache endlich hinter mir zu haben“, so Cavalera. „Ich war immer ehrlich bezüglich allem, was in meinem Leben passiert ist, auch hinsichtlich der negativen Dinge. Deswegen war diese Klage so frustrierend. Ich danke den brasilianischen Gerichten dafür, die Wahrheit erkannt zu haben und die Gerechtigkeit walten zu lassen.“

Thomas Sonder schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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Mehr als ein halbes Jahr nachdem Hatebreed einen Antrag auf Abweisung der Anklage seitens des Ex-Bassisten Chris Beattie gestellt haben, hat ein Richter nun eine Entscheidung getroffen. Der Antrag der Band – vordergründig Frontmann Jamey Jasta – wurde abgewiesen. Somit wird Beatties Rechtsstreit gegen seine ehemalige Band fortgesetzt. Der Antrag bezog sich auf die Zurückweisung von vier Anklagepunkten: Vertragsbruch, unerlaubte Einmischung in Geschäftsbeziehungen, ungerechtfertigte Bereicherung und seelische Belastung. Lambgoat zufolge versuchen die beiden Parteien im Juni, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen. Sollte dies nicht gelingen, wird der Fall im April 2027 vor einem Geschworenengericht verhandelt. Der Anfang Mittlerweile dauern sich…
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