Toggle menu

Metal Hammer

Search

Meinung: Braucht die Szene Touren wie Korn + Dimmu Borgir?

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Sprengt den viel zu statischen Metal-Setzkasten

Zugegeben: Als ich noch 16-jähriger Metal-Fan war, der seine paar Mark Taschengeld ausschließlich in Shirts, CDs und Konzert-Tickets investiert hat, hätte ich gekotzt, wenn vor oder nach dem herbeigesehnten Dissection-Gig Monster Magnet gespielt hätten. Passt nicht, ist scheiße. Kurz drauf bin ich zum Konzert von Monster Magnet gegangen, wo dann bitteschön Dröh-Combos zu spielen hatten. Alles braucht schließlich seine Ordnung im Metal-Setzkasten.

Zu viel Ordnung wird aber sehr schnell langweilig. Neun Hardcore-Bands, elf Death / Black Metal-Bolzer, fünf Stoner Rock-Combos nacheinander? Ein großer Einheitsbrei der nach nichts eindeutigem mehr schmeckt? Nein danke.

Aber sind Kombinationen wie Korn und Dimmu Borgir besser? Ja, sind sie, denn sie haben mehr gemeinsam, als auf den ersten Blick ersichtlich:

– Beide gehören zur erfolgreichen Elite einer Szene für Underdogs.
– Beide haben Genres geprägt und nach vorne getrieben.
– Beide haben Identifikationsraum gegeben, sind Metal und können live einiges auffahren.

Warum also nicht die zwei eigentlich unterschiedlichen Szenen aneinanderführen? Es sind sowieso die kommerziellsten und offensten Bands beider weiten Bereiche. Vorausgesetzt, dass Set-Länge, Licht und Ton stimmen, ist das deutlich abwechslungsreicher, als die meisten Touren mit Bands, die so klingen wollen wie ihr eigentlicher Headliner. Oder bringt das den Setzkasten doch zu sehr durcheinander?

Tobias Gerber

Was nicht zusammengehört, sollte auch nicht zusammen touren

Hund und Katze, Feuer und Wasser, Grime und Grind – warum sollen zwei gegensätzliche Dinge vereint werden? Bei Konzerten der „25 Euro und teurer“- Kategorie ist die Haupt-Band klarer Publikumsmagnet.

Aktuelle Beispiele wie Korn/Dimmu Borgir oder die letzte Children Of Bodom/Cannibal Corpse-Sause zeigen: die Vor-Bands agieren auf beschränktem Platz, mit beschnittenem Sound und minimaler Lichtshow, außerdem lässt der enge Zeitplan kaum Platz für Interaktion mit den Fans. Und dafür muss der volle Ticketpreis gezahlt werden?

Ich kann jeden Dimmu Borgir-Fan verstehen, dem 45 Euro für 50 Minuten Spielzeit zu teuer sind, und den Korn nicht interessieren (und andersrum genau so). Und ich bezweifle, dass auch nur ein Korn-Fan ein Shirt von Dimmu Borgir kaufen wird.

In der Festival-Saison ist musikalische Abwechslung das Salz in der sommerlichen Suppe. Bei normalen Tourneen aber nervt das. Es muss ja keine hundertprozentige Übereinstimmung sein, aber stilistisch sollten die Bands schon zueinander passen.

Jakob Kranz

Weitere Pro-/Contra-Meinungen:
+ Sind CDs Plastikmüll oder Metal-Welt?
+ Deklassieren Deluxe-Editionen aktueller Alben echte Fans?

teilen
twittern
mailen
teilen
Metallica sind immer 10 Prozent "unterprobt"

Ein richtig toller Aspekt an den Liveshows von Metallica ist, dass James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo stets versuchen, jeden Abend eine unterschiedliche Setlist zu zusammenzustellen. Laut Drummer Ulrich ist eine Konsequenz daraus, dass die Band immer "10 Prozent unterprobt" sei, weshalb sich Konzerte für ihn aber auch "belebend" anfühlen würden. Drahtseilakt Zu Gast im "The Eddie Trunk Podcast" plauderte Ulrich darüber, wie Metallica ihre Setlist zusammenstellen. "Wir haben ungefähr 50 oder 60 Lieder, Pi mal Daumen, die wir für den Großteil der letzten 15 Jahre gespielt haben. Da können wir zwar nicht direkt von jetzt auf…
Weiterlesen
Zur Startseite

3 Monate METAL HAMMER nach Hause

Grafik Abo 3 Ausgaben für 9,95 €