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Mille Petrozza über das Tourleben: Yoga und Veganismus statt Sex, Drugs & Rock ’n‘ Roll

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Drogen- und Alkoholpartys im Tourbus und zerstörte Hotelzimmer. Solche und ähnliche Vorstellungen gab es früher einmal vom Leben auf Tour. Aber diese Zeiten sind laut Kreator-Frontmann Mille Petrozza schon längst vorbei, zumindest für ihn.

In einem Interview des finnischen YouTube-Kanals Rauta wurde Mille Petrozza gefragt, wie er sich auf Tour fit hält, da er schließlich nicht mehr 25 Jahre alt sei. Und Mille, der im Dezember dieses Jahres seinen 51. Geburtstag feiert, hatte auf diese Frage natürlich auch die passende Antwort parat: Musik und eine gesunde Lebensweise sind die Schlüsselfaktoren:

„Ich denke, dass die Musik mich jung und frisch hält. Und diszipliniert sein, seinen Körper nicht mehr zu vergiften. Das mache ich nicht mehr – das habe ich früher, als ich noch sehr jung war. Heutzutage dreht sich alles um Yoga, gesundes Essen und Veganismus. Ich möchte dies noch machen, bis ich richtig alt bin. Ich denke, das ist der Schlüssel – sich einfach fokussieren; fokussieren auf die wirklich wichtigen Dinge. Je älter ich werde, desto klarer wird für mich der Grund, dass es die Musik war, warum ich all das angefangen habe. Es ging nicht um den Missbrauch des eigenen Körpers, nicht darum, ungesunde Dinge zu tun und auch nicht darum, zu viele Partys zu feiern. Sondern um den Fokus auf die Musik. Und das hat mir schon immer am meisten Freude bereitet. Und deshalb bin ich auch total glücklich.“

Die Weisheit kommt im Alter

Natürlich ist es nicht immer einfach, auf Tour diese Lebenseinstellung zu bewahren. Aber Mille ist niemand, der jungen Musikern seine Weisheiten aufzwingen will. Ganz im Gegenteil:

„Jeder sollte das für sich selbst herausfinden. Ich werde niemanden vorschreiben, was er zu tun und lassen hat. Macht einfach das, was ihr wollt. Das ist meine Philosophie. Geht raus und findet es selbst heraus. Wenn man jung ist, hält man sich oft für unverwundbar – man ist stark, kann Drogen zu sich nehmen und so viel trinken, wie man will. Aber wenn man älter wird, denkt man, dass es das nicht mehr wert ist. Wenn ich trinke, bin ich am nächsten Tag verkatert. Und dann gehen zwei Tage drauf. Nein, tut, was immer ihr wollt, aber seid dabei vorsichtig. Ich will nicht predigen – ich will meinen Lebensstil nicht anderen Menschen aufzwingen.“

Im kommenden Jahr nehmen Kreator eine Auszeit vom Tourleben, um sich voll und ganz auf die Arbeiten am Nachfolger von GODS OF VIOLENCE (Kritik) zu konzentrieren. Im Herbst geht es vorher aber noch auf gemeinsame Tour mit Dimmu Borgir. Das neue Kreator-Album soll dann im Jahr 2020 veröffentlicht werden.

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Galerie: Kreator + Dimmu Borgir, München, Zenith, 7.12.2018

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