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Motörhead-Review: WE ARE MOTÖRHEAD (2000)

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Mit dem Titel WE ARE MOTÖRHEAD konnte Mikkey Dee definitiv besser leben. Erstmals spielten Motörhead in Deutschland (genauer: den Karo-Studios im niedersächsischen Brackel) ein Studioalbum ein (das Doppel-Livealbum EVERYTHING LOUDER THAN EVERYONE ELSE erschien 1999 und wurde in Hamburg mitgeschnitten). „Mit ihrer Loyalität haben die deutschen Fans dafür gesorgt, dass es Motörhead heute überhaupt noch gibt“, verteilt Lemmy ein dickes Lob an die hiesige Anhängerschaft. „In Zeiten, zu denen wir nirgendwo anders spielen konnten, hielten die deutschen Fans die Motörhead-Fahne hoch.“

Obwohl sich Motörhead kreativ wiedererstarkt zeigten, zog das eher unspektakuläre Sex Pistols-Cover ‘God Save The Queen’ die größte mediale Aufmerksamkeit auf sich. Das an Mittneunziger-Metallica erinnernde ‘Slow Dance’ gehört jedoch ebenso zu den Höhepunkten wie das unwiderstehlich davonziehende ‘Stay Out Of Jail’, der kauzige Doublebass-Spaß ‘Wake The Dead’ sowie das vor selbstironischen Eigenzitaten strotzende Titelstück. Diesen Unterhaltungsfaktor besitzt natürlich nicht jede Nummer von WE ARE MOTÖRHEAD. Die fast siebenminütige Ballade ‘One More Fucking Time’ hätte beispielsweise ihre Geschichte auch in drei Minuten erzählen können.

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Insgesamt merkt man dem Album seine zerrissene Aufnahmesituation nicht an. Da nämlich Tourneen mit Nashville Pussy in den USA sowie Dio und Manowar in Skandinavien vereinbart waren, musste die Platte in Kooperation mit Bruce Kulick in Los Angeles abgeschlossen werden. „Zusagen hält man ein“, fordert Lemmy nachdrücklich. „Selbst, wenn sich die Situation unvorhergesehen verändert.“ Ein Fibrom – ein Wort.

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Die Metal-Alben der Woche vom 23.04. mit Motörhead, Bodom After Midnight u.a.

Motörhead Nach etwas Bassgeplänkel und Lemmys zur Begrüßung sympathisch dahingeschnodderten „Gudenabend“ folgt prompt der Eröffnungsschlag mit ‘I Know How To Die’ – das erste Beweisstück von vielen für die These, dass man an diesem Abend eine verdammt gut eingespielte Band auf der Bühne erleben durfte. (Hier weiterlesen) https://www.youtube.com/watch?v=Z76GFKxAdKs&list=PLSBWvYm8t6ubHp-RpZOhtcvukEjfjxc1q Bodom After Midnight PAINT THE SKY WITH BLOOD ist der postmortale Abschiedsgruß des Gitarrenhelden an seine Fans – und wie er damit noch mal durchschlägt! Children Of Bodom mögen in den letzten Jahren kreativ ins Stocken geraten sein, und auch Bodom After Midnight erfinden das Rad nicht neu. Doch sie wuchten den…
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