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Orange Goblin-Drummer darf nicht in USA einreisen

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Orange Goblin haben – so wie es scheint – die Willkür der US-Behörden zu spüren bekommen. Wie die Londoner berichten, durfte ihr Schlagzeuger Chris Turner nicht für die anstehende Tour in die Vereinigten Staaten einreisen. Und das, obwohl die Band nach eigenen Angaben im Vorfeld alles Mögliche getan hat und sämtlichen bürokratischen Anfragen nachgekommen ist. Zur am heutigen 27. August startenden Konzertreise konnten die Doom-Sludger mit Chad Walls zum Glück kurzfristig einen Ersatz-Drummer engagieren.

„Obwohl wir mit dem Visa-Antragsprozess vor über drei Monaten begonnen haben“, führen Orange Goblin in einem ausführlichen Statement (siehe unten) aus, „obwohl wir eine der besten Firmen haben, die den Antrag eingereicht hat, trotz der endlosen Bürokratie und Reifen, durch die wir springen mussten, wurde uns erst in letzter Minute ein Botschaftstermin gegeben. Dabei wurde Chris mitgeteilt, dass er zusätzliche Informationen zur ‚verwalterischen Aufarbeitung‘ nachreichen müsse. Obwohl er zuvor bereits sechs Arbeitsvisa hatte und eine US-Sozialversicherungsnummer hat.

Verfahren noch am Laufen

Bei dieser Zusatzinfo handelte es sich um seine Reise-Historie der letzten 15 Jahre (jede einzelne Orange Goblin-Show außerhalb Großbritanniens sowie alle persönlichen und familiären Urlaube), sämtliche Adressen der letzten 15 Jahre, seine Arbeitsgeschichte der letzten 15 Jahre, alle Namen und Geburtstage seiner ganzen Familie, alle Telefonnummern und Mail-Adressen, die er in den letzten 15 Jahren benutzt hat sowie seine kompletten Social Media-Infos.“ Die Gruppe betont hierbei, dass Chris nicht vorbestraft ist, weder einer politischen Organisation angehört noch in ein Land auf der schwarzen Liste gereist ist.

Turner habe sämtliche Information innerhalb von vier Stunden nach dem Termin gemailt. Darüber hinaus habe noch der US-Agent von Orange Goblin geholfen und ein Büro eines US-Senators direkt die Botschaft kontaktiert. Doch trotz alldem habe er bisher kein Visum ausgestellt bekommen und darf folglich nicht in die USA einreisen. Warum, weiß die Band nicht. Sie hat keine Auskunft diesbezüglich erhalten. „Chris hat nicht einmal seinen Pass zurückbekommen.“

Laut dem Rechts-Team von Orange Goblin ist seit Beginn der Trump-Präsidentschaft ein Anstieg solcher Zusatzinfo-Anfragen zu verzeichnen. Dadurch werde es immer schwerer und teurer für tourende Musiker, in die USA zu reisen und dort zu arbeiten. Es scheint, als ob Chris Turner aus unbekannten Gründen beziehungsweise zufällig herausgegriffen wurde. In einem weiteren Statement (siehe unten) stellt der Drummer klar, dass ihm kein Visum verweigert wurde, sondern die verwalterische Aufarbeitung noch andauere. Es könne folglich gut sein, dass er noch ein Visum bekomme, was für die Tour dann jedoch nichts mehr bringe.

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Die Metal-Formation musste den Trip nach Amerika ohne ihren Schlagzeuger antreten, eine Tourabsage hätte die Band in den Bankrott gestürzt. Denn bei Orange Goblin seien 15.000 bis 20.000 Dollar an Kosten (für die Visa, Flüge, Unterbringung, Crew, Merch, Backline-Miete und so weiter) aufgelaufen. So hat Chad Wells innerhalb eines Tages die komplette Setlist gelernt, was alles andere als ideal sei, aber reichen müsse.

Wer Orange Goblin unterstützen möchte, kauft am besten ein bisschen Merch von ihnen – in ihren Online-Shop.

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